Barrierefreier Ausbau der B1-Stadtbahnhaltestellen: Abbruch der Treppe Max-Eyth-Straße beginnt

Baustellenampel regelt den Verkehr

Eine Baufirma beginnt am Freitag, 9. Oktober, im Auftrag der Stadt mit vorbereitenden Arbeiten für den geplanten Abbruch der Treppenanlage an der Stadtbahnhaltestelle Max-Eyth-Straße. Der Abbruch ist nötig, weil dort für den barrierefreien Ausbau ein Kampfmittelverdachtspunkt überprüft werden muss.

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Infoabend im Rathaus: Was der Boden über das frühere Kriegsgefangenenlager Stalag VI D verrät

Archäologen graben derzeit noch auf dem Gelände der Westfalenhallen und bringen fortlaufend neue Details ans Licht. Eine Infoveranstaltung am Dienstag, 13. Oktober, im Dortmunder Rathaus zeigt nun exklusiv die neuesten Funde und präsentiert den Forschungsstand. Wer dabei sein möchte, muss sich allerdings beeilen: Es gibt nur noch wenige freie Plätze – bis Freitag, 9. Oktober, läuft die Anmeldefrist.

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Bettelverbot

Bettelverbot: Interne Kritik des Rechtsamts unterstützt
Position von GRÜNE & Volt

Die jetzt bekannt gewordenen verwaltungsinternen rechtlichen Bedenken gegen das Dortmunder Bettelverbot bestätigen die Kritik, mit der die Ratsfraktion GRÜNE & Volt die Verschärfung der Ordnungsbehördlichen Verordnung im Juli abgelehnt hat. Nach Recherchen der RuhrNachrichten hatte das Rechtsamt bereits vor der Beschlussfassung erhebliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit eines Verbots geäußert. Trotzdem legten Oberbürgermeister Alexander Kalouti und Ordnungsdezernent Norbert Dahmen dem Rat eine entsprechende Vorlage vor. Weiterlesen →

START DER 6. KLANGVOKAL-KONZERTSAISON

Internationale Spitzenensembles, große Stimmen und musikalische Entdeckungen im Reinoldihaus Dortmund

Vom Blues über Monteverdis Madrigale und italienischen Barock bis zu Purcells „Dido and Aeneas“ und Arvo Pärts „Kanon Pokajanen“: Die sechste KLANGVOKAL-Konzertsaison bietet vom 13. November 2026 bis zum 9. April 2027 fünf Programme mit einer außergewöhnlichen stilistischen Bandbreite. Mit Eric Bibb, Concerto Italiano, Les Accents, Vox Luminis und dem Lettischen Rundfunkchor sind Künstler*innen und Ensembles von Weltrang zu Gast.

Das Reinoldihaus Dortmund wird damit erneut zum Treffpunkt unterschiedlichster vokaler Welten – von amerikanischem Blues und italienischem Barock bis zu englischer Oper und der Musik Arvo Pärts.

Von Blues zu Monteverdi

Die Saison beginnt am 13. November mit einem Künstler, dessen Name seit Jahrzehnten eng mit dem amerikanischen Blues verbunden ist: Eric Bibb. Der dreifach für einen GRAMMY nominierte Musiker hat mehr als 40 Alben veröffentlicht und verbindet in seiner Musik die      Tradition des Blues mit Folk, Soul und persönlichen, oft gesellschaftlich reflektierten Texten.

Am 27. November geht es vom Mississippi nach Italien: Rinaldo Alessandrini und sein Ensemble Concerto Italiano widmen sich Claudio Monteverdis „Drittem Madrigalbuch“. Alessandrini gehört seit über 40 Jahren zu den prägenden Dirigenten und Spezialisten der italienischen Musik des Frühbarock; mit Concerto Italiano hat er einen unverwechselbaren Interpretationsstil entwickelt, der die historische Aufführungspraxis maßgeblich geprägt hat. Monteverdis Madrigale erscheinen bei ihm nicht als historische Kostbarkeit, sondern als hochmoderne, spannungsreiche Musik voller dramatischer Energie.

Barocke Weihnachtsmusik mit bedeutenden Stimmen

Am 11. Dezember folgt mit „Heilige Nacht“ ein besonderes Weihnachtsprogramm mit selten zu hörender Musik des italienischen Barock. Das französische Barockensemble Les Accents unter der Leitung von Thibault Noally bringt Alessandro Scarlattis erst vor Kurzem wiederentdeckte Cantata da recitarsi la Notte del ss.mo Natale sowie Arcangelo Corellisberühmtes Weihnachtskonzert nach Dortmund.

Mit diesem Programm ist Les Accents auf renommierten europäischen Bühnen zu erleben – drei Tage zuvor auf Einladung der Berliner Philharmoniker in Berlin, wenige Tage später am Théâtre des Champs-Élysées in Paris. Die Solopartien übernehmen der Brasilianer Bruno de Sá (Sopran), die Italienerin Cecilia Molinari (Mezzosopran) und die Kanadierin Marie-Nicole Lemieux (Kontraalt) – drei international herausragende Stimmen, die Scarlattis Weihnachtsmusik zwischen historischer Klangpraxis, vokaler Virtuosität und dramatischer Ausdruckskraft zum Leuchten bringen.

Zwischen Bühne und Gemeinschaft: das Dortmunder Weihnachtssingen

Kurz vor Weihnachten wird auf dem Hansaplatz wieder gemeinsam gesungen: Beim 16. Dortmunder Weihnachtssingen am 23. Dezember sind wieder alle eingeladen, gemeinsam mit mehreren Chören unter dem großen Weihnachtsbaum zu singen. Jingle Bells, Stille Nacht und weitere Weihnachtsklassiker gehören ebenso dazu wie der gute Zweck: Mit dem Verkauf von. Wunderkerzen wird die Arbeit von Kinderlachen e. V. unterstützt.

Purcells „Dido and Aeneas“: Barockoper mit Vox Luminis

Mit Vox Luminis kehrt am 6. Februar 2027 eines der führenden Vokalensembles der historischen Aufführungspraxis nach Dortmund zurück. Unter der Leitung von Lionel Meunier steht Henry Purcells „Dido and Aeneas“, ein Schlüsselwerk der englischen Barockoper, auf dem Programm. Für KLANGVOKAL ist die Rückkehr zugleich ein Wiedersehen mit dem belgischen Spitzensemble, das für seine vokale Präzision, klangliche Transparenz und stilistische Souveränität gefeiert wird.

Vox Luminis ist weltweit auf den großen Bühnen und bei bedeutenden Festivals zu Hause – von Europa und Nordamerika bis nach Australien. Zu den renommierten Spielstätten zählen unter anderem die Philharmonie Berlin, die Elbphilharmonie Hamburg, die Wigmore Hall London, das Concertgebouw Amsterdam und das Lincoln Center New York. 2027 gastiert das Ensemble zudem in Melbourne und Sydney.

Arvo Pärt zum Abschluss: Klang zwischen Stille und Transzendenz

Den Schlusspunkt der Konzertsaison setzt am 9. April 2027 der Lettische Rundfunkchor unter der Leitung von Kaspars Putniņš mit Arvo Pärts „Kanon Pokajanen“. Der international renommierte Chor gastiert regelmäßig in den großen Konzertsälen Europas und bei bedeutenden Festivals – darunter das Concertgebouw Amsterdam, die Elbphilharmonie, die BBC Proms und die Salzburger Festspiele. Für seine Aufnahme von Pärts „Adam’s Lament“ erhielt der Chor einen GRAMMY Award.

Mit „Kanon Pokajanen“ gelangt eine der eindringlichsten Kompositionen Pärts zur Aufführung: Das 1997 entstandene a-cappella-Werk basiert auf dem orthodoxen Bußkanon und lebt von der Konzentration auf Stimme, Sprache und Stille.

Fünf Konzerte, fünf Welten:

Die 6. KLANGVOKAL-Konzertsaison führt von Blues und Monteverdis Madrigalen über Barockmusik und Oper bis zur zeitgenössischen Chormusik – mit internationalen Künstler*innen und Ensembles, die auf den großen Bühnen Europas zu Hause sind.

Weitere Informationen und Tickets sind über das Festival-Büro erhältlich.

Kontakt: KLANGVOKAL Festivalbüro

0231- 50 29996

ticket@klangvokal.de

www.klangvokal-dortmund.de

PRESSEMITTEILUNG der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Dortmund

SPD-Fraktion kritisiert Umgang des Rechtsdezernenten mit internen juristischen Bedenken
„Verantwortungsvolles Verwaltungshandeln sieht anders aus“

Die Berichterstattung über die Einführung des Dortmunder Bettelverbots wirft aus Sicht der SPD-Fraktion erhebliche Fragen auf. Es geht darum, wie Ordnungs- und Rechtsdezernent Norbert Dahmen mit seiner eigenen Verwaltung umgeht.
Den Berichten zufolge hatte das städtische Rechtsamt bereits im Vorfeld deutliche rechtliche Bedenken gegen das geplante Verbot geäußert. Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit diesen Einwänden habe der zuständige Dezernent offenbar nicht zugelassen.
Für die SPD-Fraktion ist nicht allein die Frage entscheidend, ob das Bettelverbot einer gerichtlichen Überprüfung standhält. Genauso wichtig ist, wie die Stadtverwaltung mit fachlichen und insbesondere juristischen Einwänden umgeht.
„Ein Rechtsdezernent trägt eine besondere Verantwortung dafür, dass juristische Expertise innerhalb der Verwaltung ernst genommen und in politische Entscheidungen einbezogen wird“, erklärt Dirk Goosmann, ordnungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. „Gerade wenn das eigene Rechtsamt auf erhebliche rechtliche Risiken hinweist, darf das nicht einfach beiseitegeschoben werden.“
Eine Verwaltung müsse auch mit unbequemen Einschätzungen aus den eigenen Reihen professionell umgehen, so Goosmann weiter. „Dazu gehört, unterschiedliche rechtliche Bewertungen offen zu diskutieren und die politischen Entscheidungsträger umfassend zu informieren. Wenn kritische Stimmen aus dem eigenen Haus nicht gehört werden, beschädigt das nicht nur das Vertrauen in die Verwaltung. Es beschädigt auch eine offene und sachorientierte Diskussionskultur.“
Die SPD-Fraktion erwartet deshalb eine transparente Aufklärung. Offen ist, wann welche rechtlichen Bedenken vorlagen und wer darüber informiert wurde. Außerdem will die Fraktion wissen, warum diese Bedenken bei der weiteren Entscheidungsfindung nicht ausreichend berücksichtigt wurden.
„Gut, dass das Bettelverbot auf unsere Initiative hin zunächst nur für ein Jahr gilt“, so Goosmann abschließend.
„Die weitere Geltung werden wir sorgfältig prüfen, nicht zuletzt unter Würdigung der Auffassung des Rechtsamts.“

Schnadegang lockte auch in diesem Jahr wieder viele „Grenzgänger“

Humorvoller Grenzstreit: Wem gehört Ickern?

Von Diethelm Textroris

In früheren Zeiten wurden die Gemarkungsgrenzen bei regelmäßig stattfindenden Schnadegängen kontrolliert. Der Grenzverlauf wurde durch Beschneiden von Hecken und Sträuchern begehbar und sichtbar gemacht. Die Grenzsteine wurden untersucht, ob sie noch an ihrem richtigen Platz waren oder ob ein Nachbar sie zu seinen Gunsten versetzt hatte. Obwohl seit dem Beginn der exakten Landvermessungen diese Grenzkontrollen überflüssig geworden sind, wird die alte Tradition gerade in Westfalen immer noch gepflegt.
Für Mengede hat der damalige Vorsitzende des Heimatvereins, Paul Gausepohl, den Brauch der jährlichen Schnadegänge wieder aufleben lassen. Auch wenn diese keine reinen Grenzbegehungen mehr sind,  so bieten sie jedes Jahr einen Anlass für eine Wanderung zur Erkundung der heimischen Umgebung, Möglichkeiten zu Kommunikation und Gedankenaustausch mit Bekannten, Nachbarn, Freunden oder auch fremden Menschen. So auch in diesem Jahr.

Start und Ziel waren das Heimathaus am Widum

So hatten sich auch in diesem Jahr am 3. Oktober wieder etwa 50 Teilnehmende am Heimathaus am Widum versammelt. Unter ihnen der 88-jährige Günter Heymer aus Bodelschwingh als ältester in der Runde. Auf dem Programm stand ein 9 Kilometer langer Rundweg über die Mengeder Heide nach Ickern und zurück zum Ausgangspunkt über die Emscherauen und den Birkenweg am Kommunalfriedhof. Der erste Info-Stop erfolgte bereits nach wenigen Metern am Bodendenkmal Haus Mengede. Hier informierte der Heimatvereinsvorsitzende Hans-Ulrich Peuser über die Umgestaltung und Aufwertung dieses Bereiches durch die Stadt Dortmund zu einem attraktiven Anziehungspunkt am beliebten Emscher-Radweg. Über die Siegenstraße und den Fußweg zur Rittershofer Straße erreichte die Gruppe die ehemalige Gaststätte Heideröschen.

Rast im Amphitheater.

Nachdem Diethelm Textoris über längst vergangene Zeiten dieser Traditionsgaststätte berichtete, Geschichten um das langjährige Wirte-Ehepaar Konrad und Agnes Jörissen erzählte und auch den letzten Inhaber Siggi Buschmann nicht unerwähnt ließ, wussten auch andere Teilnehmer von ihren Erlebnissen und Erfahrungen zu berichten. Über die Geschichte des jüdischen Friedhof an der Ecke Siegenstraße/Groppenbrucher informierte Franz-Heinrich Veuhoff: Nutzung des Geländes als Friedhof ab 1886, 1952 offiziell geschlossen. Eine Besonderheit ist auch, dass sieben der Grabstätten vom ehemaligen Friedhof Nette stammen, der 1959 im Zuge von Straßenbauarbeiten eingeebnet wurde. 

Am Ende der Seitenstraße ging es über die Grenze nach Castrop in den Wald in das dortige Naturschutzgebiet, kurz darauf nach rechts in Richtung Gröpper- oder Groppenbrucher Bach, der im Volksmund immer noch „Birk“ heißt. Hinter dem nächsten Abzweig war das Naturdenkmal „Alte Buche“ zu bestaunen, eine 100 bis 150 Jahre alte Rotbuche mit einem beträchtlichen Stammumfang. Vier Personen mit ausgestreckten Armen waren nötig, um sie einmal zu umfassen.
Am Agora Kulturzentrum in Ickern war Halbzeit und damit auch Zeit für eine wohlverdiente Pause. Zeit auch für das traditionelle Streitgespräch. Humorvoll stritt der Heimatvereinsvorsitzender Peuser mit Castrops Bürgermeister Rajko Kravanja über die Frage, ob der Ortsteil Ickern nach Mengede gehört, wozu er bis 1928 angegliedert war. Argumentativ schenkten sich die beiden Kontrahenten nichts, bis schließlich alles in Richtung Harmonie verlief, friedliche Koexistenz gepaart mit freundschaftlicher Verbundenheit. Inzwischen hatten die fleißigen Hände des Agora Zentrums den Grill angeworfen und versorgten die hungrigen Wanderer mit leckeren Bratwürsten, die bei reichhaltigem Getränkeangebot selbstverständlich nicht trocken heruntergewürgt werden mussten.

Der Rückweg führte vorbei an den Emscherauen, dem beeindruckenden Zeichen des ökologischen Wandels im Ruhrgebiet. Auf einen Fläche, die mit 33 Hektar größer als der Phönixsee ist, ist es hier gelungen, modernen Hochwasserschutz mit artenreichem Naturschutz und Naherholungsangeboten für die Bevölkerung zu verbinden. Letzter Haltepunkt war das Stationskreuz an der Rittershofer Straße. Bei den früher üblichen großen Fronleichnamsprozessionen war hier ein Altar für Andacht und Beten aufgebaut. Franz-Heinrich Veuhoff erinnerte die Schnadegänger an dieses Brauchtum, bevor diese entweder den Weg nach Hause oder den in Richtung Heimathaus am Widum zum gemütlichen Ausklang ansteuerten. Viel Lob gab es für die Organisatoren des Heimatverein für diese gelungene Veranstaltung.                    

Diethelm Textoris

PM : GRÜNE & Volt

SPD und CDU gefährden Dortmunder Tierschutz

Die Weiterfinanzierung der ehrenamtlichen Tierschutzbeauftragten der Stadt Dortmund für das Jahr 2027 ist vorerst nicht gesichert. Ein gemeinsamer Antrag von GRÜNE & Volt sowie Die Linke & Tierschutzpartei fand im zuständigen Ausschuss keine Mehrheit. SPD und CDU lehnten den Antrag ab. Weiterlesen →

Hurra, Hurra, die Schule brennt – Eine Kolumne von Peter Grohmann

Hurra, Hurra, die Schule brennt

Von Peter Grohmann

„Hurra, hurra, die Schule brennt!“ sangen die Jungs von Extrabreit 1982 – und meine Omi Glimbzsch sang in Zittau illegalerweise mit, wenn sie mit der Schmalspurbahn von Zittau in ihren Geburtsort Oybin fuhr. Da war doch was! Grenznähe, frisches Gemüse und die DDR-Volkskammer hatte eben das „Gesetz zur Grenzsicherung“ verabschiedet: Scharfes Schießen auf Flüchtlinge legal. Kennt man. In Frankreich brennt’s angeblich an allen Ecken und Enden der Gesellschaft: Vermummt, verkatert, verraten und verkauft ruft die Republik um Hilfe. Niemand da. Ah, doch!

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