Unterwegs im Stadtbezirk mit Anja Hubert

… heute: Sanierung der Hansemann-Fläche „Säureharzlager und Klärbecken“
Vorbemerkung Anja
Seit dem 25. Mai 2014 bin ich Mitglied in der Bezirksvertretung Mengede – da kommt man viel rum. Man wird eingeladen zu Einweihungsfeiern, Ortsterminen, Sitzungen, Informationsveranstaltungen und überhaupt kann man mich – fast – jeden Samstagmorgen auf dem Markt in Mengede antreffen. Darüber möchte ich gerne berichten in dieser Kolumne und auch informieren über das Leben hier in Mengede und über die Eindrücke, die man unterwegs so gewinnt.

Ich war noch nicht Mitglied der Bezirksvertretung Mengede, als den damaligen Mitgliedern mitgeteilt wurde, dass es statt der geforderten Auskofferung der Schadstoffe im Gebiet des ehemaligen Säureharzlagers und Klärbeckens in Nette eine Versiegelung geben würde mit einer Drainage für das verseuchte Grundwasser.

Es gäbe da Probleme mit dem Bahndamm und natürlich würden die entstehenden Kosten viel zu hoch sein.
Es handelt sich bei dem Gelände um die Restfläche der ehemaligen Schachtanlage Adolf von Hansemann, dort gab es ein Säureharzlager und ein Klärbecken – es gibt dort noch im Boden eine Menge Schadstoffe, eine Sanierung des Geländes soll nun endlich stattfinden.
Die Anwohner – die Dönnstraße liegt immerhin direkt gegenüber – wurden bereits am Dienstag über Informationsbriefe angeschrieben, die Bürgerversammlung am Donnerstag, 22.01.2015, sollte Anwohnern, Politikern und interessierten Bürgern Mengedes die Möglichkeiten bieten, sich über das Vorgehen der RAG zu informieren und Fragen zu stellen.
Kurz zur geplanten Vorgehensweise:
Im Bereich des ehemaligen Klärbeckens wird eine Abdeckung stattfinden, im Bereich des ehemaligen Säureharzlagers sogar eine Abdichtung mit einer Asphaltdecke. Gleichzeitig soll eine Drainage entstehen für das Grundwasser, das in die Grundwasserreinigungsanlage – die gibt es bereits im Hansemannpark – abgeleitet und gereinigt werden soll. Die Firma Heitkamp führt die Arbeiten aus, ein Gutachterbüro überprüft die Arbeiten (GMT Essen) und auch Frau Reschke von der RAG Montan Immobilien wird die Arbeiten überwachen.
Es gibt also ständige Kontrollen, denn gerade beim Aushub des Bodenmaterials kann es zu einer Geruchsbelästigung kommen für die Anwohner und ein Eingreifen könnte ggfs. notwendig werden.
Was ist nun noch Geruchsbelästigung, wann muss eingegriffen werden? Die Diskussion war recht hitzig und immer wieder stand die Frage im Raum, warum man nicht lieber das ganze Gelände „auskoffert“, also wirklich komplett befreit von allen dort lagernden Schadstoffen.
Ganz beruhigen konnte Frau Reschke die anwesenden Bürger nicht, auch wenn sie darauf hinwies, dass sie sicherlich nicht „lebensmüde“ sei und sich für die Sicherheit der Anwohner und der dort arbeitenden Menschen verantwortlich fühlt.
Auch mir wurde schon ein wenig mulmig bei dem Gedanken, dass es ja nur riecht, aber ansonsten nichts passieren kann. Außerdem steht da noch die Frage im Raum, wohin mit dem Bodenaushub und wie sieht der Transport aus.
15 000 Tonnen An- und Abfuhr soll es nämlich geben, insgesamt rollen ca. 600 LKWs in einem geplanten Zeitraum von 9 Monaten durch Mengede, Abfuhr von vielleicht verseuchtem Boden. „Werden die LKWs gereinigt, bevor das Gelände verlassen wird, welche Route wird gewählt“? Diese Fragen blieben noch offen, selbstverständlich wünschen wir maximale Sicherheit im gesamten Stadtbezirk.
Nach der Sanierung kann das Gelände übrigens nicht genutzt werden. Es wird eingezäunt, Pumpe und Drainage werden weiterhin überprüft und müssen gewartet werden.
Also: es ist zunächst mal gut, dass man das Problem jetzt endlich angeht, aber die nächsten 9 Monate werden sicherlich spannend. Die Sanierungsarbeiten werden werktags zwischen 6 und 18 Uhr ausgeführt, die Zufahrt erfolgt über die Dönnstraße und das Gewerbegrundstück dort.
Bei Fragen steht Frau Dipl. Geol. Reschke von der RAG Montan Immobilien zur Verfügung: Tel: 0201 378 2630.
Alle Politiker Mengedes werden über die Abläufe informiert und können jederzeit angesprochen werden, wir bleiben mit Frau Reschke in Kontakt und stehen für Fragen der Bürger zur Verfügung.

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