Unterwegs im Stadtbezirk mit Anja Hubert

…heute: Bürgerinformationsveranstaltung im Saalbau zu den StandortenAnja
für die geplanten Flüchtlingsunterkünfte

Am Donnerstag, 12.03.2015, war es dann endlich soweit: die Stadt Dortmund hatte die Bürger Mengedes zu einer Informationsveranstaltung im Saalbau eingeladen, um sie über die Standorte für die geplanten Flüchtlingsunterkünfte zu informieren. Es soll einen Container-Standort geben an der Breisenbachstraße, und die Stadt Dortmund möchte bauen und Wohnungen schaffen für Flüchtlinge im Erdbeerfeld.

So voll hatte ich den Saal noch nie erlebt, die Stimmung hatte ich auch noch nie so erlebt. Die Regeln waren klar: keine Film- oder Tonaufnahmen, keine beleidigenden Äußerungen wurden geduldet und es wurde auch schnell eingegriffen bei Regelverstößen. Aber dennoch war auch klar: die Mengeder machen sich Sorgen, und es wurde häufig danach gefragt, wer nach Mengede kommt. Es sollen vor allem Familien mit Kindern kommen aus Kriegsgebieten (z.B.Syrien), die man sicher unterbringen möchte und ihnen dabei helfen will, die Sprache zu erlernen, die Kinder zur Schule zu schicken und vielleicht auch bald Wohnungen zu finden. Denn das Ziel der Stadt Dortmund ist es eigentlich nicht, die Menschen in Container-Standorten unterzubringen, eine bessere Integration kann nur durch die Vermittlung von Wohnungen gelingen. Aber da im Moment einfach zu viele Menschen auf der Flucht sind, werden auch Flüchtlingsunterkünfte gebaut, die vorübergehend bis zu 300 Plätze zur Verfügung stellen können. Eine gute Betreuung soll dafür sorgen, dass es wenig Konflikte gibt und ein sofortiges Eingreifen möglich wird. Man kann den Betreiber der Einrichtungen jederzeit erreichen, wurde uns berichtet, und man kann ihn ansprechen, wenn man zum Beispiel Hilfsangebote machen oder Kontakt aufnehmen möchte.

Sicherlich blieben noch einige Fragen offen, aber sowohl die Stadt Dortmund als auch der Bezirksbürgermeister Willi Tölch stehen als Ansprechpartner zur Verfügung.

Klar, keiner findet die Unterbringung in Flüchtlingsunterkünften toll, auch die Flüchtlinge selber wären sicherlich lieber in ihrer Heimat geblieben – das können sie aber nun mal nicht. Die Flucht vor Krieg und Zerstörung ist leider wieder für viele Menschen die einzige Lösung – das sollten wir dabei niemals vergessen.

Es wird weitere Informationsveranstaltungen geben, aber hoffentlich in einem sachlichen Umgang miteinander – wir sind die Bürger hier, wir leben hier und wir sollten es schaffen, freundlich miteinander zu reden und das weitere Vorgehen zu planen.

Wer helfen möchte, kann sich melden unter: asyl@do-mengede.de

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Ein Kommentar

  1. Der obige Artikel reiht sich nahtlos in die Werbeshow für die Mengeder Asylheime ein. Man sollte jedoch beachten, dass Frau Hubert für die SPD in der Bezirksvertretung Mengede sitzt. Aus diesem Grunde wundert mich die „Schönfärberei“ in dem Artikel nicht. Frau Hubert schreibt: „Es sollen vor allem Familien mit Kindern kommen aus Kriegsgebieten (z.B.Syrien)…“.
    Woher will Frau Hubert wissen, welche Asylanten in den Heimen untergebracht werden? Die Realität sieht schließlich anders aus. Laut statistischem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge wurden in 2014 lediglich rd. 24% der Asylbewerber als Kriegsflüchtlinge anerkannt. Die meisten der Asylbewerber kommen aus Serbien, dem Kosovo, Mazedonien, Marokko, Tunseien und Algerien. Da in diesen Ländern kein Krieg herrscht, kann es sich gar nicht um Kriegsflüchtlinge handeln! Zudem kommen meistens keine Familien mit ihren viel beschworenen traumatisierten Kindern, sondern sehr oft alleinreisende junge Männer. Aus meiner Sicht ist die gebetsmühlenartige Wiederholung der Kriegsflüchtlinge aus Syrien als typischer Asylbewerber reine Propaganda um den Widerstand in der Mengeder Bevölkerung gegen die Asylheime (moralisch) zu brechen. Allerdings ist dies für einen kritischen Bürger auch leicht durchschaubar. Viele konkret kritische Fragen wurden übrigens auf der Informationsveranstaltung am 12.03.2015 NICHT beantwortet. Zum Beispiel die Nachfrage nach der Zahl der in Dortmund lebenden abgelehnten Asylbewerber (in Deutschland 600.000) oder nach der Zahl der Polizeieinsätze am Asylheim Lütgendortmund (Grevendicksfeld). Letztere Frage „konnte“ noch nicht einmal von der anwesenden Polizei beantwortet werden. Ein Schelm wer Böses dabei denkt!

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