Menschenketten durch die Dortmunder Innenstadt: 11.4.2015 um 13.30 Uhr

Die vielen Braunkohlegegner müssen so sichtbar werden wie die wenigen Profiteure

Braunkohle galt lange Zeit als unantastbar. Egal, ob in Nordrhein-Westfalen rot, rot -grün oder schwarz regierte – die Bagger fraßen sich weiter durchs Land; neue Kraftwerke gingen ans Netz.  Dabei dürften die Fakten unstrittig sein: Braunkohle ist mit Abstand der umweltschädlichste Energieträger in Deutschland.

Beim Kohleabbau werden ganze Landstriche zerstört, beim Verbrennen entstehen Schadstoffe – weit mehr klimaschädliches Kohlendioxid als bei Steinkohle- oder Gaskraftwerken. Die Bundesregierung hat erst spät reagiert. SPD-Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat einen Vorschlag vorgelegt, der zumindest den ältesten Braunkohlekraftwerken Auflagen macht, die ihre Betriebsdauer ein wenig reduzieren dürften.

Doch selbst gegen diesen Plan, der vielen eher als halbherzig erscheint, laufen die betroffenen Bundesländer und die Konzerne RWE und Vattenfall Sturm. Unterstützt werden sie dabei erwartungsgemäß von der Energiegewerkschaft IG BCE. Neu ist die Unterstüzung der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. „Für deren Chef Frank Bsirske zählen die 0,1 Prozent seiner Mitglieder, die schätzungsweise in Braunkohlekraftwerken arbeiten, offenbar mehr als die 99,9 Prozent, die unter deren Auswirkungen leiden“. (taz vom 10.4.2015)

Gegen diese Kohlelobby wächst der Widerstand. So ist z. B. am Samstag, dem 25.4.2015 am geplanten Braunkohle-Tagebau Garzweiler bei Köln eine acht Kilometer lnage Menschenkette gegen die Kohlekraft geplant. Das wird vermutlich nicht reichen. Um politische Entscheidungen zu beeinflussen, muss deutlich werden, dass es eine Mehrheit gibt, die einen Kohleausstieg unterstützt – auch in NRW.

Deswegen sind am kommenden Samstag, dem 11.4. 2015 in Dortmund  ab 13.30 Uhr in der Dortmunder Innenstadt Menschenketten gegen Kohlekraft geplant.
Ort : Katharinentreppe gegenüber dem Dortmunder Hauptbahnhof

Aufgerufen haben zu diesen  Anti-Kohle-Ketten die Organistionen campact und  Greenpeace.

 

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