Denkmäler im Stadtbezirk Mengede

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Denkmal Stahlhelplatz 2Wie halten wir es mit den Baudenkmälern im Stadtbezirk Mengede

Der Schutz des Eigentums verpflichtet – auch bei Baudenkmälern. Sie sind vor allem vor dem Verfall zu schützen. So heißt es denn auch im § 1 des Denkmalschutzgesetzes NRW vom 11.3.1980: Denkmäler sind zu schützen, zu pflegen, sinnvoll zu nutzen und wissenschaftlich zu erforschen. Sie sind der Öffentlichkeit im Rahmen des Zumutbaren zugänglich zu machen.

Des weiteren heißt es im § 7 – Erhaltung von Denkmälern: Die Eigentümer und sonstigen Nutzungsberechtigten haben ihre Denkmäler instand zu halten, instand zu setzen, sachgemäß zu behandeln und vor Gefährdung zu schützen soweit ihnen das zumutbar ist.

Die Denkmalliste der Stadt Dortmund umfasst im Stadtbezirk Mengede 79 Baudenkmäler, darunter je 21 Wohnhäuser, Villen oder Wohnsiedlungen und landwirtschaftliche Gebäude, 16 Wohn- und Geschäftshäuser, je fünf öffentliche Gebäude und Kleindenkmäler, je drei Sakralbauten und Industrieanlagen, zwei Adelssitze sowie je einen Friedhof, ein Geschäftshaus und eine Verkehrsanlage.

Wir werden in den nächsten Wochen regelmäßig über Denkmäler im Stadtbezirk berichten und vergleichen, inwieweit das Denkmalschutzgesetz Anwendung findet. Meist reicht ein Foto, wie heute. Das abgebildete Denkmal ist ein Denkmal im doppelten Sinne – nicht nur ein Baudenkmal, sondern auch ein Denkmal zu Ehren Verstorbener – und deswegen bekommt es auch die Auszeichnung: Denkmal der Woche

Wer nicht weiß, wo es zu finden ist: Es steht im Mengeder Volksgarten – mehr wird nicht verrraten.

Denkmal Stahlhelplatz 2

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2 Kommentare

  1. Mit dem abgebildeten „Denkmal der Woche“ sollte man sehr sensibel umgehen. Es steht ja meines Wissens auf dem ehemaligen Stahlhelmplatz, und dieser Verein hat eine nicht ganz unbefleckte Vergangenheit, weil er eng verbunden war mit der DNVP, der Deutschnationalen Volkspartei. Zwar wurde die Organisation in Zuge der Gleichschaltung auch vereinnahmt, aber das klappte übergangslos, weil das militärisch nationalistische Gedankengut dem der Nationalsozialisten sehr ähnlich war. Stahlhelm-Gründer Franz Seldte war für die DNVP Minister im ersten Kabinett Hitlers, er trat dann bald darauf der NSDAP bei.
    Trotzdem sollte man dieses Denkmal pflegen und nicht einfach vergammeln lassen, weil es die Erinnerung an irregeleitete und verstorbene Soldaten wach hält. Es wurden genug Denkmäler zerstört, die man hätte erhalten sollen, weil sie ein Mahnfunktion haben. Für mich gehören u.a. auch der Palast der Republik dazu und die sowjetische Denkmäler in Ostdeutschland. Das „Stahlhelmdenkmal“ am Rande des Volksgartens sollte man auf jeden Fall erhalten, restaurieren, aber auf einem Informationsschild die revanchistischen Motive des Vereins erläutern.

  2. Liebes Mengede-Intakt-Team!

    Beim dem fotografierten Denkmal wird an die Gefallenen der Weltkriege gedacht, es steht auf dem ehem. „Stahlhelmplatz“, einem ehemaligen Ascheplatz, auf dem Fußball gespielt werden konnte.
    Der Heimatverein Mengede wird sich demnächst intensiv mit diesem fast nicht mehr zu erkennenden Denkmal befassen.

    Gruß, Hans-Ulrich Peuser

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