Jubiläum für „Kunst in der Kaue“

10 Jahre „Kunst in der Kaue“

Zum 10.Mal findet in diesem Jahr die Veranstaltung „Kunst in der Kaue“ statt. Für MENGEDE:InTakt! ist dieses Jubiläum eine gute Gelegenheit mit einer der Initiatorinnen – Gisela Lazecky – ein Interview zur Entstehung und zur Durchführung der Veranstaltung zu führen und sie dabei auch zu fragen: Ist der Stadtbezirk Mengede kulturell gut aufgestellt?

Frage K.N.: Frau Lazecky, erzählen sie kurz, was Sie in Mengede künstlerisch treiben und warum bzw. wie die Veranstaltung „Kunst in der Kaue“ vor 10 Jahren gegründet worden ist.

Antwort G.L.: Ich lebe seit 11 Jahren in Mengede und unterhalte in der Siegenstr. 10 ein kleines Maleratelier „Mach-Art“. Anlässlich eines vom Stadtbezirksmarketing veranstalteten Workshops, an dem ich vor zehn Jahren – also im Jahr 2005 – teilnahm, wurde meine Idee, eine Plattform für kreative Menschen und damit gleichzeitig eine immer wiederkehrende Veranstaltung für den Stadtbezirk zu schaffen, angenommen.
Ich lebte zu diesem Zeitpunkt gerade mal ein Jahr hier, aber vor allem das kulturelle Geschehen in Mengede und die Frage, wie können wir Kunst und Kultur im Ort – vor allem im Bereich des bildnerischen Schaffens – aktivieren, hat mich damals sehr beschäftigt. Ich bin mit meinem Wunsch kreativ zu sein, durch die damalige Entscheidung ein Stück weitergekommen.

K.N.: Mit dieser Entscheidung des Stadtbezirksmarketing war ja die Arbeit noch nicht getan?

G.L.: So ist es. Es wurde eine Arbeitsgruppe gebildet und gemeinsam mit Heiko Schwenzfeier vom Stadtbezirksmarketing gingen wir voller Elan ans Werk. Dabei musste ein Veranstaltungsort gefunden werden und auch das „Wie machen wir das“? mussten wir uns erarbeiten. Mit dabei von Beginn an auch Ute Stasinski, Leiterin der Begegnungsstätte in Do-Mengede. Sie organisiert seit 10 Jahren mit ehrenamtlich tätigen Frauen und Männern den Verkauf der Eintrittskarten. Das hört sich unbedeutend an, ist aus meiner Sicht aber eine großartige Unterstützung, die meist nicht im erforderlichen Maße gewürdigt wird. Auch Heimatverein und Schützenverein haben geholfen und in den vergangenen Jahren für das leibliche Wohl der TeilnehmerInnen und BesucherInnen gesorgt.

K.N.: Nach 10 Jahren ist vieles vermutlich Routine geworden, d.h. Vorbereitung und Durchführung haben sich bei den Verantwortlichen eingespielt?

G.L.: Vieles hat sich in den Jahren bewährt und macht nun die Durchführung dieser Veranstaltung einfacher. Leider musste Heiko Schwenzfeier aus beruflichen Gründen im Jahr 2011 seine Mitarbeit beenden. Seine Aufgabe übernahm der Leiter der Bezirksverwaltungsstelle Mengede, Michael Konrad. Das Vorbereitungsteam besteht seitdem aus meiner Kollegin Monika Klemp, aus Michael Konrad und mir. Das ist inzwischen ein hervorragend eingespieltes Team.

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Das Vorbereitungsteam im letzten Jahr- Von rechts nach links: M. Konrad, G. Lazecky, M. Klemp, J. Lott (Volksbank DoNw)

K.N.: Wie muss man sich die Vorbereitung einer solchen Veranstaltung vorstellen – mal abgesehen von der Öffentlichkeitsarbeit?

G.L.:Von Anfang an habe ich Künstlermärkte besucht und interessante KünstlerInnen für unser Projekt gewonnen. Im Schnitt nehmen jedes Jahr etwa 50 von ihnen teil. Inzwischen hat sich ein Verhältnis 50:50 eingependelt: 25 Künstlerinnen gehören zum Stamm, etwa 25 KünstlerInnen kommen neu hinzu. Für diese ist es eine Chance, sich einer interessierten Öffentlichkeit in einer sehr schönen Umgebung – nämlich in der früheren Kaue der ehemaligen Zeche Adolf von Hansemann – präsentieren zu können.

K.N.: Wie sieht das Interesse in diesem Jahr aus und können Sie uns schon einen kleinen Einblick in die diesjährige Jubiläumsveranstaltung gewähren?

G.L.:Das Interesse ist groß gewesen. Wir schaffen für die KünstlerInnen, aber auch für die Besucher ein attraktives Umfeld. Auch in diesem Jahr haben wir ein breites Spektrum an Künstlern, die die Ergebnisse ihrer Arbeit aus Holz, Glas, Metall, Stoff, Ton, Schmuck, Fotografie präsentieren. Und natürlich viele MalerInnen mit ihren sehr unterschiedlichen Stilen werden hoffentlich das Interesse der Besucher wecken.

K.N.: 10 Jahre „Kunst in der Kaue“ – Stolz oder Resignation?

G.L.:Wenn ich auch schon manchmal versucht war alles aufzugeben, bin ich doch stolz, das Projekt so lange begleitet zu haben. Ich denke, gemeinsam schultern wir auch die nächsten 10 Jahre!

K.N.: Eine kurze Antwort zur Frage: Sehen sie den Stadtbezirk Mengede kulturell gut aufgestellt und Zusatzfrage: Besser oder schlechter als vor 10 Jahren?
G.L.: Durch 10 Jahre „Kunst in der Kaue“ hat sich einiges verbessert. Auch ansonsten ist das kulturelle Angebot im Stadtbezirk insgesamt vielseitiger geworden. Ich möchte an dieser Stelle nicht all die guten Veranstaltungen aufzählen. Allerdings muss ich auch sagen, das sind alles keine Selbstläufer. Jede dieser Veranstaltungen erfordert einen hohen Aufwand. Ohne ehrenamtliche Unterstützung und ohne die Unterstützung des Stadtbezirksmarketing wäre das nicht zu leisten.

Information:
„Kultur in der Kaue“ findet in diesem Jahr am 14.11. und am 15.11.2015 in der Zeit von 11.00 – 18.00 Uhr statt.
Eintritt 2 Euro, Kinder unter 16 Jahre haben freien Eintritt
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