Skateprojekt im Hansemannpark – ein neuer Anlauf

Projektidee in der Bezirksvertretung Mengede vorgestellt

Im Sommer diesen Jahres berichtete MENGEDE:InTakt! über den erbarmungswürdigen Zustand der Skateranlage im Hansemannpark. Saufgelage nächtlicher Partygänger vermüllten zusehends das Gelände.Skateranlage P1020568 Der Platz war häufig mit Scherben übersät. Ein ungefährliches Skateerlebnis unter diesen Bedingungen? Fehlanzeige! Zur Erinnerung: Auflagen zum Lärmschutz bestimmten den Standort der Skateranlage. Deshalb musste sie weit in den Park hinein gebaut werden. Damit verbunden fehlt zwangsläufig insbesondere in den Abendstunden jegliche soziale Kontrolle. Im Laufe unserer Recherchen wurde bekannt, dass sich die Situation zuspitzte, nachdem das von pädagogischen Fachkräften begleitete Skateprojekt im Juni dieses Jahres den Sparmaßnahmen zum Opfer fiel. Nun bahnt sich eine neue Entwicklung an, die im Sommer noch undenkbar schien.

In der Bezirksvertretung Mengede erläuterte Diplom-Pädagoge Robert Austmann, Leiter der Jugendfreizeitstätte „Smile“ in Nette, die Pläne für eine Wiederbelebung des Skateprojekts. Zwischen den Oster- und Herbstferien sollen zwei pädagogische Fachkräfte zwei Mal in der Woche je drei Stunden vor Ort sein und mit Jugendlichen ein Programm gestalten. Eine wetterfeste Überdachung und eine Lagermöglichkeit in Form eines Hochseecontainers sollen die Infrastruktur verbessern. Skate-Contests, Grafittiwände, Kooperationen mit dem Mengeder Ferienspaß und der Lebenshilfe eröffnen weitere Perspektiven. Die Kosten für das erste Jahr sind bereits mit gut 11.000 € kalkuliert. Jährlich kommen 5.750 € Personalkosten hinzu. Da die Gelder aus dem Etat der Bezirksvertretung zu bestreiten wären, müssten unsere Lokalpolitiker noch zustimmen. Die wiederum hüllten sich zunächst in Schweigen. Interfraktionelle Gespräche – durch Bezirksbürgermeister Wilhelm Tölch angeregt – sollen zur Lösung beitragen.P1030813

„Aus der Sicht von Mengede:InTakt! ergäbe sich für die beteiligten Gesprächspartner an dem geplanten interfraktionellen Gespräch zwangsläufig nur eine Entscheidung: Sie sollte der Zukunft unserer Stadt und den Jugendlichen dienen, ganz im Sinne unseres OB Sierau, der anlässlich der Stichwahl 2014 zu folgender Frage wie folgt antwortete:

„Welchen Stellenwert hat die Kinder- und Jugendarbeit in dieser Stadt für Sie zukünftig?“

„Alle Angebote, die der Förderung, Bildung, dem Schutz, der Unterstützung und der Freizeitgestaltung von Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern dienen, dienen der Zukunft unserer Stadt. In die Kinder- und Jugendarbeit zu investieren, auch über die gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen hinaus, macht unsere Stadt lebenswerter und damit nicht zuletzt auch attraktiver im Wettbewerb der Städte. Daran werde ich festhalten.“ 

(aus: Inside ver.di, Dortmunder Vertrauensleuteforum, Juni 2014)

Mengede:InTakt! erwartet von den beteiligten Gesprächspartnern eine Entscheidung im Sinne der Förderung des Freizeitspaßes für die Jugendlichen in unserem Stadtbezirk.

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