Westerfilde: Ohne Planung gibt’s kein Geld

Bürger und Politiker müssen sich bis zur Umsetzung gedulden

Westerfilde braucht Geduld: Die langwierige Planungs- und Beteiligungsphase, die der Realisierung von Umgestaltungen vorausgeht, sei unverzichtbare Voraussetzung, wenn die Stadt die Fördermittel von Bund und Land in Anspruch nehmen wolle. Dies erläuterte Stadtplanerin Stefanie Gerszewski jetzt der Bezirksvertretung Mengede.

Das Außenstehenden kompliziert erscheinende und auf den ersten Blick nicht nur aufgrund der Wortwahl schwer verständliche Prozedere von Monitoring (Dauerbeobachtung) und Evaluation (Bewertung) bremst das Tempo für Veränderungen. Ärgernis für Bürger und Politiker vor Ort, vor allem, da im Laufe der letzten Jahre bereits viele Ideen und Anregungen geäußert worden seien, wie im Gremium kritisch angemerkt wurde. So fragte sich Grünen-Sprecherin Isabella Knappmann, ob nicht bereits jetzt verwendbare Evaluationsergebnisse vorliegen könnten. SPD-Fraktionssprecherin Gudrun Feldmann fand es wichtig zu erfahren, ob die Ergebnisse des Bürgerdialogs mit berücksichtigt werden. CDU-Bezirksvertreter Reddig kritisierte die hohe Anzahl beteiligter Ingenieurbüros: „Wird das Geld nur für Beschäftigungsmaßnahmen von Planern verwendet?“

So nervig alle Betroffenen das Warten auf konkrete Verbesserungen auch finden – die Voraussetzungen sind klar. Immerhin tragen Land und Bund insgesamt 80 Prozent der Kosten, die Stadt nur 20 Prozent, so Gerszewski. Bisher ist jedoch der städtische Haushalt 2016 wegen der strittigen Kostenübernahme für die Flüchtlingsunterbringung nicht genehmigt, sodass ohnehin alles in der Luft hängt. Sollte die Stadt nicht in der Lage sein, ihren Anteil zu übernehmen, gehe es nicht weiter, konstatierte die Berichterstatterin.

Den „Markt“ am Freitag, 22. April, nicht verpassen!

Am obengenannten Termin zwischen 10 und 17 Uhr gehört der zentrale Platz an Specke- und Westerfilder Straße einmal nicht den parkenden Autos, sondern wird zum Markt. Zu kaufen ist nur an einem Stand etwas – und zwar Kartoffeln in drei Sorten mit lokaler Herkunft, die schon im Namen deutlich wird: ‚Westerfildia‘, ‚Dortu‘ und ‚Wehrlinge‘ stehen zur Auswahl. Der Regisseur und bildende Künstler Roland Brus wird sich als Marktschreier betätigen, um die Knollen aus heimischer Erde den Besuchern schmackhaft zu machen. Die anderen Stände bieten Informationen rund um den Ortsteil. Vor allem geht es um einen Landschafts-Architektur-Wettbewerb, der im Sommer ausgeschrieben werden soll. Die Bewohner sind eingeladen, Fragen zu stellen und Ideen einzubringen.

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