In Mengede fehlen Plätze für Kinderbetreuung

Bezirksvertretung hält Eile für geboten: Angebot unterhalb Landesquote

Familie und Beruf zu vereinbaren, ist in Mengede immer noch schwierig. Bisher bleibt das Angebot an Plätzen für unter Dreijährige in Kindertagesbetreuung und -pflege hinter der Zielvorgabe 35 % des Landes zurück. Darum fordert die Bezirksvertretung in einem interfraktionellen Antrag den Bau zusätzlicher Einrichtungen dieser Art im Stadtbezirk.

Anlass für den Notruf an die Stadt ist der im Januar vorgelegte Bericht über das Angebot Dortmunder Tageseinrichtungen für Kinder. Darin sei deutlich geworden, dass im Nordwesten die Versorgung mit Plätzen in der Tagesbetreuung für Kleinkinder bei lediglich 21,7 Prozent liege. Beziehe man die Plätze für Kindertagespflege mit ein, seien es 33,3 Prozent. Für Kinder ab drei Jahren bis zur Schulpflicht seien es 88,6 %. Künftig wolle NRW die Versorgungsquote sogar auf über 35 % anheben, womit die Kluft zwischen Vorgabe und Wirklichkeit noch größer werde.

Erweiterung der KiTa Breisenbachstraße erst 2019

Bisher sehe die Bedarfsplanung frühestens ab 2019 mit zwei zusätzlichen Gruppen an der FABIDO-KiTa Breisenbachstraße eine Steigerung des Angebots vor. Dabei sei zu berücksichtigen, dass die an der Dörwerstraße „angedachte“ Tageseinrichtung und der an der Joachim-Neander-Straße vorgesehene Neubau des evangelischen Kindergartens keine wirkliche Entlastung bringen werden. Letztere sei schließlich größtenteils Ersatz für wegfallende Plätze. Konkrete Pläne für diese beiden Einrichtungen lägen zudem noch nicht vor.

Neben den Geburtenzahlen seien außerdem die bereits vorhandenen und noch zu erwartenden Kinder aus Flüchtlingsfamilien zu berücksichtigen. Für diese Gruppe sei es sinnvoll, möglichst kurzfristig „niederschwellige Betreuungsangebote“ einzurichten. Insbesondere für den Einzugsbereich Nette und das Erdbeerfeld müsse baldmöglichst „bedarfsgerecht“ geplant werden.

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