Gartenschule – damit das grüne Paradies gelingt

Dortmunder Staudenfreunde bieten ab Herbst ein Seminarprogramm

Ein blaues Wunder erlebt man seit langem beim Spaziergang nahe dem alten Verwaltungsgebäude im Rombergpark.

Ein blaues Wunder erlebt man seit langem beim Spaziergang nahe dem alten Verwaltungsgebäude im Rombergpark.

Versuch und Irrtum – das Prinzip scheint in Gärten besonders verbreitet: „Ich hab‘ gedacht, ich probier’s mal aus,“ gesteht der frisch gebackene Eigenheimbesitzer. Doch der Traum vom blühenden Paradies will nicht Gestalt annehmen. Die Gehölze überragen bald das Hausdach; das andere Grünzeug kümmert, wuchert, endet als Schneckenfutter. Kaum ein Blümchen lässt sich blicken. Was ist zu tun? Fachkundigen Rat gibt es jetzt von den Dortmunder Staudenfreunden (GdS): Die renommierte Organisation lädt ein – zur „Gartenschule“. Ab September vermittelt ein neues Seminarprogramm Anfängern und Fortgeschrittenen sowohl theoretisches wie praktisches Wissen rund um Garten und Pflanzen. Der grüne Daumen ist nicht angeboren. Er lässt sich trainieren!

Was (nicht nur) Anfänger unbedingt wissen sollten

Ewigen Sonnenschein genießt der Betrachter im gelben Teil des GdS-Staudengartens.

Ewigen Sonnenschein genießt der Betrachter im gelben Teil des GdS-Staudengartens.

Allen, denen der Garten buchstäblich über den Kopf wächst, verrät Ruth Müller, gelernte Baumschulgärtnerin, die richtigen Kniffe: „Ziergehölzschnitt“ ist das Thema des Vortrags am Donnerstag, 8. September, von 18.30 bis 20.30 Uhr. Dabei legt die Fachfrau, die nicht nur der GdS, sondern auch den Rosenfreunden angehört, einen Schwerpunkt auf die bei allen Bäumen und Sträuchern anwendbare Schnitt-Technik, die besten Zeitpunkte und das Thema Verjüngungsschnitt. Einen großen Teil des Praxisvortrags wird der Schnitt von Ziergehölzen einnehmen.

Am Donnerstag, 3. November, 18.30 bis 20.30 Uhr, referiert Ruth Müller über „Grundlagen des Pflanzenwissens“. So lassen sich Enttäuschungen beim Pflanzeneinkauf vermeiden. Anfänger sollen in die Lage versetzt werden, sich in der Flut von Informationen zurecht zu finden sowie gezielter und erfolgreicher einkaufen zu können. Gebühr für die Vortragsabende jeweils 10 €.

Anmeldung und Info bei der Leiterin, ruthjoernm@tonline.de

Das interessiert auch Fortgeschrittene: Wie legt man ein Staudenbeet an?

Früher Herbst im Staudenbeet mit Japananemonen.

Früher Herbst im Staudenbeet mit Japananemonen.

In diesem Herbst startet eine Seminarreihe über Planung und Anlage von Staudenbeeten. Der erste Termin ist am Samstag, 8. Oktober, 10 bis 15 Uhr. Die (Bio-)Landwirtin und Gartengestalterin Dorothea Steffen erläutert „Standorte und Lebensbereiche von Pflanzen“. Die Zusammensetzung des Bodens, Lichtverhältnisse und Feuchtigkeit sind wichtige Faktoren. Wie man Bodenarten erkennt und eventuell aufbereiten kann und welche Pflanzen darin gedeihen, ist Unterrichtsinhalt. Praktisch zu testen ist das neue Wissen auch draußen – an echter Erde.

Anmeldung und Info bei der Leiterin dorothea.steffen@web.de

Die Leiterin der Regionalgruppe, Dr. Waltraud Ballmer-Omar, bringt den Teilnehmern am Samstag, 15. Oktober, 10 bis 15 Uhr, „Planung und Design“ näher. Die wichtigsten Faktoren der Gestaltung stehen im Mittelpunkt: sich ständig verändernde Struktur, Form und Farbe sind zu beachten. Aber auch die Jahreszeiten mit den Blühmonaten spielen eine Rolle, ebenso Höhenstaffelung und Proportionen. Verschiedene Design-Beispiele werden vorgestellt.

Anmeldung und Info bei der Referentin: waltraud.ballmer-omar@t-online.de Gebühr jeweils 20 € je Seminartag.

Ein schöner Anblick selbst an grauen Wintertagen

Sträucher und Gräser, Silhouetten, die selbst im Winter bleiben.

Sträucher und Gräser, Silhouetten, die selbst im Winter bleiben.

Frühling, Sommer, Herbst und Winter – der Wechsel verändert die Ansichten. Die kalte Jahreszeit wird zunehmend milder. Konsequenz: der hübsche Zuckerguss durch Rauhreif und Schneehäubchen bleibt aus. Zwischen November und Februar bieten manche Gärten daher einen trüben Anblick. Wie man dieses Trauerspiel vermeidet, erläutert die erfahrene Staudenfreundin Monika Müller, deren eigenen, bemerkenswerten Garten schon viele Profi-Fotografen in den Fokus nahmen, am Samstag, 3. Dezember, von 11 bis 13 Uhr. Die Referentin verdeutlicht bei ihrem Vortrag „Kampf der Tristesse – der attraktive Garten im Winter“ anhand einer umfangreichen Bilderschau, wie man es schafft, das „schlafende Grün“ sehenswert zu gestalten.

Beim zweiten Termin am Samstag, 10. Dezember, 11 bis 13 Uhr, sind die Teilnehmer selbst gefordert. Monika Müller ermuntert unter dem Motto „Den eigenen Wunschgarten für den Winter planen“ zur Diskussion. Alle können ihren eigenen Gartentraum schildern; danach sollen die Möglichkeiten der Umsetzung untersucht werden. Außerdem werden Gestaltungsbeispiele vorgestellt

Anmeldung und Info bei der Leiterin.: mueller2510@t-online.de Gebühr: jeweils 10 € pro Seminar.

Alle Veranstaltungen finden im neuen Bildungszentrum des Botanischen Gartens, Am Rombergpark 35a, statt. Die Gartenschule soll 2017 fortgesetzt werden.

Fotos: M. Zybon-Biermann

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