Westerfildes gute Stube wird ein Einzelstück

Der Sieger-Entwurf, die "Gute Stube", wird ein Einzelstück und Erkennungsmerkmal Westerfildes.

Der Sieger-Entwurf, die „Gute Stube“, wird ein Einzelstück und Erkennungsmerkmal Westerfildes.

Entwürfe für den neuen Markt sind jetzt im Quartiersbüro ausgestellt

So soll Westerfildes „Gute Stube“ aussehen? Der mit dem ersten Preis ausgezeichnete Entwurf für den Westerfilder Markt überzeugte nicht alle Besucher auf Anhieb. „Wo sind unsere Anregungen und Wünsche geblieben?“, fragte ein Anwohner. Wettbewerbs-Organisator Martin Gasse von der Landschaftsarchitekten-Partnergesellschaft Gasse, Schumacher und Schramm Dortmund bemühte sich, die Aufregung zu dämpfen: „ Was Sie hier sehen, ist ein Vorentwurf. Die Details der Planung stehen noch nicht fest.“

Vor zwei Jahren wurde ein großes Paket für den Ort geschnürt

Ab sofort bis Montag, 28. November, wird die Ausstellung der drei prämierten und weiterer Entwürfe für die Neugestaltung des Westerfilder Marktes in den Räumen des Quartiersmanagements, Westerfilder Straße 11, (evangelisches Gemeindebüro) zu sehen sein. Die Öffnungszeiten: Montag, Dienstag und Freitag von 10 bis 14 Uhr. Zur Eröffnung am Freitagnachmittag begrüßte Bezirksbürgermeister Wilhelm Tölch die Bürger und die Gastgeber, das Team vom Quartiersmanagement, um dann Tanja Reunert vom Amt für Wohnen und Stadterneuerung das Wort zu geben. Sie verwies auf die Geschichte des Projektes. Vor zwei Jahren sei das Integrierte Handlungskonzept Westerfilde/Bodelschwingh mit einem Gesamtvolumen von 10,5 Millionen € beschlossen worden, das zu 80 Prozent von Bund und Land , zu 20 Prozent von der Stadt finanziert werde. Die ersten Teile des Maßnahmenpaketes seien bereits in Angriff genommen worden.

In zwei Beteiligungsaktionen auf dem Markt seien die Westerfilder aufgefordert worden, ihre Wünsche vorzutragen. Dabei sei das Ziel gewesen, den in die Jahre gekommenen Ortsmittelpunkt unter dem Motto „Vom Parkplatz zum Marktplatz“ erneut zu einem Raum der Begegnung zu machen. Er solle das „Westerfilder Wohnzimmer“ werden, das war eine Idee der Bürger. Diese Vorstellung floss in die Vorgaben zum Wettbewerb ein. Der Sieger-Entwurf berücksichtigt das „Gute-Stube“-Leitmotiv im Besonderen.

Lange Rechteckform, kein schöner Rahmen – schwierige Aufgabe

Bezirksbürgermeister, Quartiersmanagement, der Wettbewerbs-Organisator und Tanja Reunert vom Amt für Stadterneuerung nahmen neben Bürgern und Lokalpolitikern die Ausstellung in Augenschein.

Bezirksbürgermeister, Quartiersmanagement, der Wettbewerbs-Organisator und Tanja Reunert vom Amt für Stadterneuerung nahmen neben Bürgern und Lokalpolitikern die Ausstellung in Augenschein.

Martin Gasse gab zu bedenken, dass die Aufgabe schwierig gewesen sei, vor allem wegen der langen Rechteckform des Geländes: „Außerdem gibt es keine schönen, historischen Fassaden, die einen Rahmen bilden.“ Es sei daher auch darum gegangen, etwas Besonderes zu finden, unverwechselbar, mit Wiedererkennungswert. „Jeder soll sehen können: das ist Westerfilde.“ Die originellen Ideen der Leuchten in Wohnzimmerlampenform, der „Sofas“ als Sitz- und Liegefläche und der mit farbigem Muster versehene „Teppich“ hätten das Preisgericht auch bewogen, sich für den Entwurf der Münchener zu entscheiden. Die Gestaltung sei relativ schlicht. Die zusätzlichen Bäume sorgten für das geforderte Mehr an Grün, ohne die Möglichkeit, Veranstaltungen aller Art hier stattfinden zu lassen, einzuschränken.

Man solle unbedingt an einen Wasser- und Stromanschluss denken, so die Anregung mehrerer Besucher, sonst gäbe es bei Veranstaltungen Probleme. Bei der Ausführung der „Sofas“ müsse man zudem die Bedürfnisse von Senioren und Behinderten berücksichtigen. Einzelheiten wie diese, so versprach Gasse, würden im Zuge der weiteren Planung festgelegt. „Die Wohnzimmermöblierung gibt es so nicht zu kaufen. Die wird extra für Westerfilde angefertigt.“ Diese Aussicht veranlasste einen Gast zur Frage, wie viel Geld zur Verfügung stehe. 450.000 €, so die Antwort. Das sei für die großflächige „Gute Stube“ bestimmt nicht zu viel.

Bis 2019 sollen die schönen Pläne wahr werden

Der seit langem ersehnte Fußweg zur Bodelschwingher Straße werde zwar nicht im Zuge der Marktplatz-Umgestaltung gebaut, sei aber durchaus realisierbar, so eine weitere gute Nachricht. Wie lange wird es dauern, bis die schönen Pläne wahr werden, fragte ein Bürger. Tanja Reunert versprach, es gehe zügig weiter mit der Planungsphase. „2018/2019 werden wir den Umbau wohl fertigstellen.“

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