TV-Handballerinnen weiterhin im Aufwind

Schiri-Fehler kostet allerdings den Sieg

Auch gegen den in der Tabelle deutlich vor ihnen rangierenden HSV Herbede zeigten die Handball-Damen des TV Mengede, dass sie sich in der Bezirksliga etabliert haben. Nur mit viel Glück und Schiedsrichter-Zuneigung erreichten die Herbederinnen im Nachholspiel am 10. 01. in der Netter Sporthalle ein schmeichelhaftes 19:19.

Mit einer aufmerksamen Abwehrarbeit begannen die TV-Handballerinnen das Spiel und hielten ihre Gegnerinnen über die gesamte 1. Halbzeit auf knappe Distanz. Sie führten ständig, schafften es jedoch nicht, deutlicher davonzuziehen. Einerseits, weil sie im Angriffsspiel noch zu zaghaft agierten, andererseits aber auch, weil die Regelauslegung der Unparteiischen in einigen Aktionen einseitig zugunsten der Herbederinnen praktiziert wurde.

Anika Piehl

Nach dem Seitenwechsel (7:6 für den TV) hielten die Mengederinnen weiterhin couragiert dagegen. Da aber auch die Gastmannschaft offener spielte und mit flotten Gegenstößen Erfolg hatte, entwickelte sich ein für die Zuschauer interessanter Handballfight mit fast ständigem unentschiedenen Spielstand. Beim TV beeindruckte in dieser Phase Anika Piehl, die sich bereits in erstem Jahr bei den Damen zur effizienten Aufbauspielerin entwickelt hat und mit ihrer Übersicht und klugen Anspielen ihre Mitspielerinnen gekonnt in Szene setzte. Davon profitierte auch Sina Untenberger, die sich 7mal in die Torschützinnenliste eintragen konnte. Sie sollte sich bei passiven gegnerischen Abwehrreihen ruhig häufiger trauen, aus der zweiten Reihe zu werfen.

Nach dem 18:16 für Mengede, sieben Minuten vor dem Abpfiff, nahm der mögliche Heimsieg konkrete Formen an. Drei Herbeder Tore in unmittelbarer Folge drohten den schwer erarbeiteten Erfolg aber wieder zu kippen. Dann, eine Minute vor dem Abpfiff, das 19:19 durch Sina Untenberger und eine weitere erfolgreiche Abwehraktion mit erneutem Ballbesitz für Mengede eröffnete die Möglichkeit, doch noch beide Punkte erobern zu können. 14 Sekunden vor dem Schlusspfiff zog Trainerfuchs Jörg Ocklenburg die grüne Time-Out-Karte. Und tatsächlich gelang es Malin Lutz, kurz vor der Schlusssirene, die gegnerische Torhüterin mit einem Wurf ins lange Eck zu überwinden. Eine krasse Fehlentscheidung der Unparteiischen, die diesen regulären Treffer wegen angeblicher Torraumbetretung nicht anerkennen wollten, beließ es schließlich bei einer für den HSV Herbede glücklichen Punkteteilung.

Für den TV Mengede spielten:
Madeleine Wiegand, Sina Untenberger(7), Malin Lutz(2), Katharina Fuchs(1), Anika Piehl(3), Aysen Ugur (3), Rieke Danielsen, Inga Hageström(1), Pia Friedl(1), Paula Lechtenbörger, Leonie Schulenburg, Theresa Szameitat(1) und Alina Boenigk.

Das Handball-Programm am kommenden Wochenende:

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