Pakt sichert Jugendlichen Ausbildung und den Betrieben qualifizierten Nachwuchs

Schmiedet Ausbildungspakt zwischen SchülerInnen und Betrieben vor Ort: die Sekundarschule Westerfilde.

Initiative der Reinoldi-Sekundarschule für Westerfilde/Bodelschwingh

Jugendliche wünschen sich Ausbildung und Arbeitsplatz im Traumberuf, kleine und mittelständische Betriebe zuverlässige, engagierte und fachkundige Mitarbeiter. Beide zusammen zu bringen, ist Ziel des Ausbildungspaktes der Reinoldi-Sekundarschule in Westerfilde. Schulleiter Christian Pätzold und Stefanie Gerszewski vom Amt für Stadterneuerung stellten das neue Konzept der Bezirksvertretung vor.

Gerszweski bekannte, sie sei durch einen Bericht über eine Mannheimer Schule inspiriert worden, die für ihre Idee, Schüler in  kleinere örtliche Betriebe zu vermitteln, einen Preis bekommen habe. Schulleiter Pätzold schilderte den Werdegang des inzwischen in Westerfilde angelaufenen Projektes. Zunächst habe man ein „Anker-Unternehmen“ als Fürsprecher gesucht und in der Maschinenfabrik Völkmann und deren Chefin Wenke Völkmann-Gröne gefunden. Insgesamt acht Betriebe verschiedener Branchen haben sich inzwischen bereit erklärt, mitzumachen, neben der Maschinenfabrik auch Handwerksbetriebe wie das Friseurgeschäft Brigitte Mehnert-Winter oder Einzelhändler wie Möbel Drees.

Nicht nur Zensuren zählen, auch soziale Kompetenz

Neben der fachlichen Eignung kommt es den Arbeitgebern vor allem auf Zuverlässigkeit an, aber auch soziale Kompetenz, die Bereitschaft, sich zu engagieren, ist gefragt. Neben akzeptablen Zensuren gibt es daher eine weitere Voraussetzung, um von der Schule empfohlen zu werden: Die Schülerinnen und Schüler, die vom Ausbildungspakt profitieren möchten, müssen insgesamt 180 Stunden ehrenamtlicher Arbeit leisten. Das kann durch Mitarbeit bei Organisationen wie der Jugendfeuerwehr, künstlerische und soziale Aktivitäten, oder auch durch das Bestehen einer einwöchigen „persönlichen Herausforderung“ erreicht werden, für die pauschal 30 Stunden angerechnet werden.

Das Konzept wurde im Rahmen des Bürgerdialogs Westerfilde/Bodelschwingh vorgestellt. Am Mittwoch, 1. März, ab 17 Uhr wird erneut ein Termin unter dem Titel „Spätschicht“ in der Schule stattfinden. Alle Unternehmen, die noch Nachwuchs suchen, haben dann Gelegenheit dazu. Bezirksbürgermeister Wilhelm Tölch lobte: „Ich bin stolz, dass es bisher gut gelaufen ist. Dieses Projekt könnte Vorbild für andere Schulen sein.“

„Gute Schule“ macht Unterrichtsräume fit für die Zukunft

Um allgemeine Verbesserungen der Unterrichtsbedingungen geht es beim Förderprogramm „Gute Schule 2020“ in Dortmund. Die kommissarische Leiterin der Schulverwaltung, Martina Raddatz-Nowack, stellte das Programm vor, dass „sehr gut“ sei, gleichzeitig aber wegen seines Umfangs „eine Herausforderung für alle Kommunen“. Dabei gehe es um die Verbesserung der Infrastruktur, Digitalisierung, das Ganztags-Angebot, Sporthallen, Fachraumsanierung und die Modernisierung sanitärer Anlagen. Bei der Digitalisierung stehe nicht nur das WLAN-Angebot im Mittelpunkt, sondern auch die Ausstattung aller Räume mit zeitgemäßer Präsentationstechnik.

In nächster Zeit seien auch im Stadtbezirk einige größere Baumaßnahmen wie z. B. die Erneuerung von Sanitäranlagen vorgesehen. Bezirksbürgermeister Tölch erinnerte daran, dass die Bezirksvertretung eine Reihe von notwendigen Reparaturen und Verbesserungen angeregt hatte; auch wurde beklagt, dass Mengede weit weniger Projekte in dem vorgelegten Programm aufweise als andere Stadtbezirke und das trotz gestiegener Kinderzahl. Raddatz-Nowack versicherte, die Schulverwaltung sammle alle Anregungen und füge sie in den Planungsprozess ein. Es seien bereits diverse Förderprogramme beschlossen worden; angesichts der Fülle der Maßnahmen komme „man an die Grenze“.

Zu viele Maßnahmen, wenig Zeit zur Realisierung

Der Bündnisgrüne Axel Kunstmann äußerte Verständnis, schließlich existiere ein „Stau“ unerledigter Maßnahmen, der „abgearbeitet“ werden müsse. Da das so schnell nicht zu schaffen sei, solle der Förderzeitraum verlängert werden. Das wünschte auch die Schulverwaltungschefin: „Es wäre gut, den Zeitplan zu entzerren und wenn es dafür Unterstützung aus der Politik gäbe.“ Eine entsprechende Empfehlung gab es von der Bezirksvertretung.

Dass Mengede relativ wenig von dem Programm „Gute Schule“ profitiere, so Raddatz-Nowack, liege einfach daran, „dass erst mal Maßnahmen hineingenommen wurden, die so weit vorbereitet waren, dass sie sich schnell realisieren ließen.“

Für notwendige Reparaturen wie die des splittrigen Turnhallen-Fußbodens der Bodelschwingh-Grundschule, an dem sich bereits Kinder verletzt haben, müsse man nicht auf Förderprogramme warten, das müsse schnellstens gemeldet und erledigt werden. Die SPD-Fraktion stellte einen entsprechenden Antrag, der weiter geleitet wurde.

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