TV-Handball: Das geht besser!

Zwei Niederlagen und ein Unentschieden bei den
TV-HandballerInnen

Was ist mit der Abwehr der Mengeder los?
Es gilt immer noch die alte Trainerweisheit: Jedes verhinderte Tor ist ebenso wertvoll wie ein selbst erzieltes. Wenn dann beim Handball 36 Gegentore kassiert werden, muss etwas falsch gelaufen sein. Diese bittere Erkenntnis dämmerte auch den Mengeder Handball-Herren nach ihrem Auswärtsspiel gegen die zweite Mannschaft der DJK Oespel-Kley, das sie mit 32:36 verloren.

Was nützen dann 32 Treffer, wenn man 36mal das Spielgerät aus dem eigenen Netz fischen muss. Ein Blick auf die Tabelle bestätigt das deprimierende Dilemma: Kein Konkurrent in der Kreisliga Dortmund hat soviel Tore geworfen wie die Mengeder (467), aber nur zwei der Abstiegskandidaten haben mehr hinnehmen müssen.

Die Anfeuerung half nicht: Die Handball-Damen des TV Mengede

Die Mengeder Abwehr hatte von Beginn allergrößte Mühe, die quirligen Aktionen der Oespeler zu unterbinden. Das fiel zunächst nicht so sehr auf, weil man immer wieder selbst mit eigenen Treffern egalisieren konnte. Nach dem 14:14, erzielt durch einen von Lukas Wollbrink verwandelten Siebenmeter, nutzten die Oespeler dann aber die restlichen 6 Minuten, um bis zum Seitenwechsel (Spielstand 20:15) davonzuziehen.
In der zweiten Spielhälfte klappte es ein wenig besser, Alexander Kemper, der nun das Tor hütete und mit einigen guten Aktionen für einen leichten Motivationsschub sorgte, verzweifelte aber schließlich auch daran, ansehen zu müssen, wie seine Vorderleute für die durchmarschierenden Gastgeber Spalier standen.
Alle Versuche, das Blatt zu wenden, schlugen fehl. Eine enge Deckung gegen einen Oespeler Aufbauspieler machte die Lücken in der „Restabwehr“ noch offener und das bei der Nationalmannschaft erfolgreich praktizierte Auswechseln des Torhüters gegen einen zusätzlichen Feldspieler klappte ebenso wenig.
Bester Mengeder war einmal mehr Lukas Wollbrink, der dem Oespeler Keeper bei seinen wuchtigen Einzelaktionen selten eine Chance gab. Aber auch seine insgesamt 17 Treffer reichten nicht. Alle anderen Akteure wirkten gehemmt und agierten unkonzentriert. Anders ist es nicht zu erklären, dass selbst im Aufbauspiel einfache Pässe beim Mitspieler oft nur in Kniehöhe ankamen.
Das Hinspiel gegen die Oespeler in eigener Halle hatten die Mengeder noch deutlich mit 28:21 dominieren können. War es der Druck, unbedingt gewinnen zu müssen, um „oben dran“ zu bleiben, der die Mannschaft so verkrampfen ließ? Obgleich die Saison noch lang ist und der Abstand zum derzeitigen Tabellenführer 4 Punkte beträgt: Die nächsten Partien sollte man mit mehr Fokussierung angehen.

Der TV spielte mit Fabian Schumann, Alexander Kemper, Dominik Kaufmann(3), Moritz Schenk(3), Markus Schlüter(2), Tobias Schlüter(2), Marvin Folgmann(1), Lukas Wollbrink(17), Carsten Pebler, Niklas Schumann, Philip Timm(4), Florian Schuhmann und Dominik van Kolken.

Niederlage und Unentschieden für Mengeder Handballerinnen
Mager war die Ausbeute im Sonntagsspiel auch für die Bezirksliga-Handballerinnen des TV Mengede.

Wenig zimperliche Doppelbewachung für Anika Piehl

In Witten hängen die Trauben hoch, das mussten sie nach dem Herren-Team nun auch zur Kenntnis nehmen. Mit 19:14 behielten die Damen des ETSV Witten2 die Punkte in der Ruhrstadt. Dabei wäre durchaus mehr „drin“ gewesen, bedenkt man, dass allein 5 Siebenmeter vom TV nicht verwandelt werden konnten.
Es dauerte bis zur 10. Minute, ehe das erste Mengeder Tor bejubelt wurde. Ähnlich zäh war auch der weitere Spielverlauf, obwohl die heimischen Damen beim 5:4 den Anschluss geschafft hatten. Die Freude hierüber dauerte nicht lange an, denn das Auslassen klarer Torchancen begünstigte die Gastgeberinnen, sodass zur Pause mit 9:5 für Witten der alte Abstand wieder hingenommen werden musste.
Auch im zweiten Spielabschnitt lief es nicht viel besser. Noch nie in der laufenden Saison war die Torausbeute so mager wie diesmal, obwohl das Trainerteam Jörg Ocklenburg und Tobias Schlüter mit den Ex-Waltroperinnen Anna Marie Duve und Theresa Suntrup zwei Spielerinnen neu im Kader hatte, die das Team langfristig verstärken werden.
Zur Normalform fanden die Handballdamen dann aber zwei Tage später im Nachholspiel gegen die ÖSG Viktoria. In einem ausgeglichenen Match mit fast durchweg knapper Mengeder Führung schien der Heimsieg zum Ende der Partie beim 20:17 in trockenen Tüchern, ehe die Viktoria-Damen noch einmal aufdrehten und die letzten 6 Minuten gegen die durch eine Zeitstrafe dezimierten Mengederinnen noch zu einem schmeichelhaften 20:20-Unentschieden kamen.

Der TV Mengede (Toranzahl aus beiden Partien) spielte mit Madeleine Wiegand, Sina Untenberger(2), Malin Lutz(3), Anna Marie Duve, Anika Piehl (4), Aysen Ugur(7), Rieke Danielsen(2), Inga Hageström(1), Pia Friedl, Paula Lechtenbörger(5), Theresa Suntrup(2), Theresa Szameitat(1), Alina Boenigk(6) und Katja Kuchenbecker(1).

Am kommenden Sonntag geht’s um die Wurst. Die Handball-Herren haben die DJK Saxonia Dortmund zu Gast, ein Team, das sich im Windschatten der bisher Führenden ganz nach oben geschlichen hat und zurzeit mit einem Punkteverhältnis von 25:7 auf dem 2. Tabellenplatz und somit 3 Punkte vor den Mengedern rangiert. Im Hinspiel hatte der TV knapp mit 24:23 die Oberhand.
Die Damen treffen auf den ATV Dorstfeld und haben gute Chancen, wie im Hinspiel die Punkte in Nette zu behalten.
Hier der gesamte Handball-Heimspielblock in der Netter Sporthalle:

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