Erfolgsgeschichte begann im Jahre 2000

Das Stadtbezirksmarketing zieht Bilanz und wagt neue Wege.

Stadtbezirksmarketing Mengede stellt Weichen Richtung Zukunft

Stadtbezirksmarketing bedeutet mehr als „Unser Dorf soll schöner werden.“ Da waren sich die Teilnehmer der Jahreshauptversammlung im Pädagogischen Zentrum des Heinrich-Heine-Gymnasiums (HHG) einig. Was mit einem Ratsbeschluss im September 2000 begann, wurde zur Erfolgsstory. Entsprechend wurden jetzt die Weichen in die Zukunft gestellt. Die Lenkungsrunde startet vergrößert (und verjüngt) in die nächsten drei Jahre – mit einem Bündel frischer Ideen in vier Kategorien: Neue Medien, Erscheinungsbild des Stadtbezirks, Kultur im Stadtbezirk, Menschen und Leben.

Michael Konrad, Heiko Schwenzfeier und Bezirksbürgermeister Tölch (vorn, von links) eröffnen die Versammlung.

Niemand habe sich, so Amtshaus-Chef Michael Konrad in seinem Rückblick, vor fast 17 Jahren vorstellen können, dass die „nette Idee auf dem Prüfstand“ sich so entwickeln könne. Skepsis und vereinzelte Ablehnung hätten den Start begleitet und die Devise „Beim Marketing muss träumen erlaubt sein“ allzu phantastisch geklungen. Doch bereits nach zwei Jahren sei klar gewesen, dass der Grundgedanke richtig gewesen sei angesichts einer Vielzahl größerer und kleinerer Veranstaltungen.

Kein Mangel an Inspiration – aber was tun ohne Geld in der Kasse?

Während es in den Stadtbezirken nicht an Inspiration mangelte, sei die Frage der Finanzen weit schwieriger zu beantworten. Während zunächst noch jeweils ein fester Betrag pro Bezirk zur Verfügung gestellt wurde, sei dieser im Zuge der Sparmaßnahmen in den letzten Jahren gestrichen worden. So müssten alle Aktivitäten aus dem Budget der Bezirksvertretung bezahlt werden; Sponsoren aus Handel und Gewerbe seien gefunden worden. Das Stadtbezirksmarketing in Dortmund, inzwischen längst eingetragener Verein, habe gelernt, die Vielfalt finanzieller Möglichkeiten auszuschöpfen.

Zu den teilweise alljährlich wiederkehrenden, zur Tradition gewordenen Projekten in Mengede gehören kulturelle Highlights wie Musik im Amtshaus, Musikfestival, Kunst in der Kaue, Straßenfeste und Märkte wie Büchermarkt im Amtshauspark und das Mittelalterlich Gaudium, das allein jeweils 30- bis 40 000 BesucherInnen in den Volksgarten lockt, ferner die Mitwirkung bei der Emscherumgestaltung, die „Mengeder Glanzlichter“, der Volks- und Straßenlauf sowie der Tag des offenen Denkmals. Damit niemand versehentlich einen der Termine verpasst, erscheint alljährlich der Veranstaltungskalender, in dem alle Feste, Märkte und Konzerte aufgeführt sind – ebenfalls in ehrenamtlicher Arbeit erstellt vom Stadtbezirksmarketing.

 

Lenkungsrunde wurde aufgestockt und verjüngt

Die bisherigen Mitglieder der Lenkungsrunde wurden sämtlich wiedergewählt: Es sind neben Bezirksbürgermeister Wilhelm Tölch, seinem Vorgänger Bruno Wisbar und Verwaltungsstellenleiter Michael Konrad Elke Wissing für die Wirtschaftsförderung, Isabella Knappmann, Martina Zimmer-Kembügler, beide Westerfilde-Bodelschwingh, Gerd Obermeit ,Heimatverein, Wilhelm Tackenberg, Gewerbeverein Mengede, Detlef Huß, Bürgerforum, und der Mengeder Jurist Kai Neuvians. Neu hinzu kommen der frühere Vize-Verwaltungsstellenleiter Heiko Schwenzfeier, der die Veranstaltung moderierte, Heike und Udo Steinmetz sowie die beiden HHG-Schülerinnen Meret Willing und Melina Dobelmann.

Die spontan entstandene Wunschliste enthielt Vorschläge vom Umsonst-Laden, Kurzfilm- bzw. Stummfilmfestival, Bürgerpark bis zum Kulturcafé. Lediglich dem Anliegen , allen Bürgern einen festen Raum für spontane Treffen zur Verfügung zu stellen, wurde wenig Aussicht auf Realisierung beschieden. Geeignete leer stehende Ladenräume würden von den Vermietern kaum für längere Zeit vergeben, weil man auf reguläre Mieter hoffe. Darauf wies Bezirksbürgermeister Wilhelm Tölch hin, der derzeit für „Mengede hilft“ dringend neue Räume sucht.

Fotos: K. Neuvians

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