MENGEDE – Der Ortskern bekommt ein neues Gesicht

N & E-Gelände soll umgehend saniert werden

Wie MENGEDE:InTakt! aus gut unterrichteten Kreisen erfahren hat, soll das Gelände der ehemaligen Zeche/Kokerei A. v. Hansemann, insbesondere die Flächen der Mengeder Baufirma Nickel & Eggeling saniert und für eine gewerbliche Nutzung hergerichtet werden. Die Sanierungsarbeiten sollen spätestens Ende des Jahres beginnen.

Bei den Flächen handelt es sich um zwei Grundstücke, und zwar um das nördliche N & E-Gelände mit einer Größe von 71.000 qm und um das südliche N & E-gelände mit einer Größe von 18.000 qm.

Die Mengeder Alpen  etwa im Jahr 1956

Beide Grundstücksflächen stehen schon seit längerer Zeit im Blickpunkt des öffentlichen Interesses. So gab es bereits Überlegungen, den neuen Ortskern von Mengede durch eine Wohnbebauung der beiden Flächen in Richtung Oestrich und ehemaliger Kolonie zu erweitern. Ein reizvoller Gedanke – mehr leider nicht, denn es gab meist weniger gute Nachrichten. Häufig  hatte man das Gefühl, hier entstehe ein rechtsfreier, unkontrollierter Raum z. B. für Drogenhandel und illegale Hundekämpfe.

Blick auf das Gelände…

… von der Dönnstraße

Zuletzt hatte sich die Bezirksvertretung Mengede in einer Sitzung am 14.5. 2014 mit dem Gelände befasst. Die Lektüre des umfangreichen Sitzungsprotokolls lässt leider den Schluss zu: Außer Spesen, nichts gewesen! So heißt es an einer Stelle der Niederschrift ziemlich deutlich: „Herr Dr. Mackenbach vom Umweltamt stellt dar, dass die Entscheidung (gemeint ist wohl die Entscheidung über einen Sanierungsplan) nicht bei der Bezirksvertretung Mengede liegt, sondern bei der Bezirksregierung in Arnsberg.“

Ob Herr Mackenbach damit meinte, die Angelegenheit sei für die Bezirksvertretung Mengede erledigt, ist nicht überliefert. Aber für die Mengeder sind derart massive Überbleibsel des Bergbaus im Zentrum ihres Stadtbezirks nicht hinnehmbar. Insbesondere die Grünen in Mengede haben nach eigenem Bekunden „beharrlich jedes Jahr aufs Neue nach(gebohrt), um die Notwendigkeit der Sanierung des Geländes unter Umweltschutzgedanken aber auch unter stadtplanerischen Gesichtspunkten im Gespräch zu halten.“

Blick auf das Gelände. Das Foto stammt etwa aus dem Jahr 1956

Die gemeinsamen Bemühungen der Mengeder Politik scheinen nun Früchte zu tragen. Ein Investor scheint gefunden zu sein, eine Machbarkeitsstudie ist in Arbeit.

Die Sanierung der N & E-Flächen wird ein weiterer Meilenstein des Programms “Mengede – Der Ortskern bekommt ein neues Gewand” sein. Das Vorhaben wird zu 80 Prozent aus Städtebaufördermitteln des Bundes und des Landes NRW bezuschusst. Die Stadt Dortmund wird aus dem Projekttopf „nordwärts“ einiges beisteuern und eine nicht unbeträchtliche Summe stammt aus Mitteln, die beim Projekt „Phoenix-See“ nicht verbraucht wurden und nach Mengede umgeleitet werden können.

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