„Westerfilde ist ein Let’s Go-Stadtteil“

OB nimmt bei Einweihungsparty des Quartiersbüros kein Blatt vor den Mund

Oberbürgermeister Sierau ( Mitte, neben Amtshauschef Michael Konrad ) machte den Westerfildern Mut. Foto:Zybon-Biermann

Der Oberbürgermeister machte bei seinem Besuch keinen Hehl daraus, dass er ständig wiederholte Vorurteile ärgerlich findet: „Wir haben hier keine No-Go-Aereas, Westerfilde ist eher ein Let’s Go-Stadtteil!“ In der Tat hatte der oft gescholtene Ort im Nordwesten am Samstag, 13. Mai, Grund zum Feiern: Das neue Büro des Quartiersmanagements im Hause Westerfilder Straße 23 wurde eingeweiht. Bürger, Aktive und Lokalpolitiker genossen den sonnigen Tag im Hof mit Musik, Gesprächen, Gegrilltem und einem Blick auf die Fotoausstellung mit „Lieblingsorten“ im Quartier.

Ullrich Sierau erklärte ohne Umschweife, warum er über herabsetzende Darstellung und allzu einseitige Schwarzmalerei in Zorn gerät. „Durch unsachliche und ungerechtfertigte Berichterstattung werden ganze Stadtteile geradezu hingerichtet!“ Er gab zu bedenken, dass selbst die mit 60.000 Einwohnern bevölkerungsreiche Nordstadt, in der die Probleme im Vergleich zu Westerfilde deutlich größer sind, von vielen Bewohnern durchaus als Ort mit Aufenthaltsqualität empfunden werde. „Der Bereich wird täglich von 100.000 Menschen frequentiert!“ Dass Westerfilde und Bodelschwingh liebenswerte und durchaus vorzeigbare Ortsteile seien, werde auch durch die Auswahl der Bildmotive in der „Lieblingsorte“-Ausstellung bewiesen.

Jobcenter-Angebot vor Ort spart Zeit und Wege

Bezirksbürgermeister Wilhelm Tölch (links) im Gespräch mit Bezirksvertreterin Sylvia Dettke. Rechts CDU-Ratsvertreter Erwin Bartsch. Foto: Zybon-Biermann

Bezirksbürgermeister Wilhelm Tölch begrüßte die Gäste; Verwaltungsstellenleiter Michael Konrad und Nordwärts-Mitarbeiterin Harriet Ellwein moderierten die Vorstellung der drei im neuen Büro tätigen Teams und der Ansprechpartner. So wird das Dortmunder „Aktionsbüro Jobcenter“ hier künftig dienstags und freitags von 10 bis 12 Uhr Sprechzeiten anbieten. Das ist eine Variante des Jobcenters, die es nur in Dortmund gibt. Ihr Vorteil: Es gibt ausschließlich wohnortnahe Beratung. So bleiben z. B. Alleinerziehenden mit kleinen Kindern oder Älteren großer Zeitaufwand und lange Wege erspart.

Das Quartiersmanagement ist dienstags von 10 bis 14 Uhr und mittwochs von 14 bis 18 Uhr vor Ort; das Projekt DoNaPart dienstags von 15 bis 18.30 Uhr und mittwochs von 14 bis 18.00 Uhr.

Michael Konrad (links) und Harriet Ellwein (rechts) stellten die Ansprechpartner der Teams vor. Foto: Zybon-Biermann

Ansprechpartner des Quartiersmanagements sind Dirk Ruß und Juliane Hagen von der Planungsgruppe Stadtbüro. Zum weiteren Team gehören Silke Freudenau von der Diakonie Dortmund, Susanne Linnebach und Stefanie Gerszewski. Telefonisch ist das Büro unter der Rufnummer 0231/ 93 14 40 18 erreichbar.

Baudenkmäler und viel Natur – dickes Plus für Westerfilde und Bodelschwingh –  Motive der Ausstellung. Foto: Zybon-Biermann

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