Unbedenkliche Gespinstmotten

Meist sind Sträucher betroffen, gelegentlich auch Birken, Kirsch- und Apfelbäume 

Vor allen in Parks und Gärten, gelegentlich auch in der freien Landschaft sind derzeit gespenstisch anmutende grausilbrig verhüllte Bäume und Sträucher zu sehen. Verursacher sind die Gespinstmotten. Allerdings muss man weder um die eigene Gesundheit noch um das Wohl der Pflanzen fürchten. Das teilt das Umweltamt der Stadt Dortmund mit.Besorgte BürgerInnen haben in letzter Zeit verstärkt bei Umweltamt bzw. beim Grünen Fachbereich des Tiefbauamtes mit Hinweis auf die grausilbrig verhüllten Bäume und Sträucher nachgefragt. Anders als bei Eichenprozessionsspinnern, deren feine Härchen der Raupen starke Allergien auslösen, besteht bei den Gespinstmotten kein Grund zur Sorge.

Wie das Umweltamt weiterhin mitteilt, ist Ursache die Gespinstmotte, deren Raupen durch massives Auftreten die befallenen Pflanzen nahezu kahlfressen. Um sich selbst vor Fressfeinden zu schützen, spinnen sich die gelblichen, mit dunklen Punkten gezeichneten, meist in Kolonien auftretenden Larven ein.

Besonders häufig werden die heimische Traubenkirsche, Schlehe und gelegentlich auch andere Kirschen als Wirtspflanze von den Gespinstmotten aufgesucht. Auch Pfaffenhütchen und Faulbaum und sogar Apfelbäume und Birken können betroffen sein. Die betroffenen Sträucher reagieren auf die Attacken der Raupen mit einem Neuaustrieb im Juni und ersetzen so einen Großteil der verlorenen Blattmasse.

Eine Bekämpfung der Gespinstmottenlarven ist durch die silbrigen Gespinste nicht möglich. Im Klein- und Hausgarten empfiehlt sich allenfalls das Herausschneiden einzelner Nester, womit der Befall zumindest eingedämmt werden kann. In der freien Landschaft und den Grünanlagen der Stadt wird nichts unternommen, denn rund drei Wochen nachdem die Larven ihren Kahlfraß beendet haben, ist an den meisten der befallenen Gehölze schon ein kräftiger frischer Neuaustrieb festzustellen.
Weiterer positiver Effekt des Befalls: Die kleinen Puppen und frisch geschlüpften jungen Motten stellen eine reichhaltige Nahrungsquelle für einzelne heimische Tierarten dar.

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Foto: Umweltamt/Stadt Dortmund

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