„Here I stand“, Martin Luther, die Reformation und ihre Folgen

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HHG-Schüler präsentieren Ausstellung zum Lutherjahr

Mareike von Fürstenberg (r) und Greicy Semerad mit einem Teil der kreativen Schüler

Am 31. Oktober 1517 veröffentlichte Martin Luther 95 Thesen gegen den Missbrauch des Ablasses. Der berühmte Thesenanschlag Luthers an die Tür der Wittenberger Schlosskirche bildete den Auftakt zur Reformation, einem der zentralen Ereignisse der europäischen Geschichte. Seine religiösen, gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Auswirkungen erlangten weltgeschichtliche Bedeutung.

Kräuter im 16. Jahrhundert

Grund genug, diesen Ereignissen auch im praktischen Schulalltag Leben einzuhauchen. Die HHG-Schüler aller Stufen erstellten unter der Anleitung der evangelischen und der katholischen Religionsfachschaft eine Ausstellung rund um das Wirken von Martin Luther. „Die kreative Vielfalt der Schülerinnen und Schüler hat uns überwältigt. Eine Ausstellung zum Anfassen“, schwärmt Greicy Semerad, katholische Religionslehrerin am HHG und ist mit den Ergebnissen vollauf zufrieden. Auch Mareike von Fürstenberg von der evangelischen Religionsfachschaft stimmte zu und ergänzte: „Besonders erfreulich war, dass sich auch unsere jüngsten Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 5 und 6 mit Freude diesem komplexen Thema gewidmet haben.“

Die Ergebnisse der kreativen Zugänge der Schülerinnen und Schüler zu dem heute noch aktuellen Thema reichen von großartigen Plakaten, Ablassbriefen bis hin zu Standbildern und Videopräsentationen. Die Welt des Mittelalters präsentieren sie zum Beispiel mit selbst angelegten Kräutergarten und von den Schülerinnen Rieke und Jule selbst Gebackenem aus dem Kochbuch von Katharina von Bora (Ehefrau von Martin Luther), so dass dem Besucher der Ausstellung die Welt des Mittelalters fühlbar nahe gebracht wird. Die Ausstellung ist damit nicht nur etwas zum Sehen, Hören und Fühlen sondern auch zum Schmecken.

Darstellung eines Ablassbriefes

Zu einer qualitativen Gesamtsicht gehört auch, die kritikwürdigen Positionen Luthers zu beleuchten. Sein Antisemitismus und die Befürwortung von Hexenverbrennungen wurden von den Schülern der Oberstufe kritisch hinterfragt und auf Plakaten thematisiert.

Hexenverfolgung auch in Dortmund

Die Ausstellung konnten alle Schüler/innen des HHG während ihrer Schulstunden bewundern. Kurz vor den Sommerfreien sicherlich ein besonderes Highlight mit dem Gefühl, etwas „greifbares“ geschaffen zu haben.

Hinweis: Zur Vergrößerung der Fotos diese bitte anklicken.

 

 

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