In Westerfilde geht die Post ab

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Der Ortsteil wird nun auch „InnovationCity roll out – Quartier“

Im Rahmen des Entwicklungsvorhaben Westerfilde/Bodelschwingh hat sich die Bevölkerung inzwischen schon an viele Begriffe gewöhnen müssen. Quartiersmanagement, Stadtteilfond, Neugestaltung Marktplatz, Quartierbüro, Aktionsbüro, DoNaPart sind alles Begriffe, die selbsterklärend im Rahmen des Programms “Soziale Stadt“ Westerfilde/Bodelschwingh für unterschiedliche Aktivitäten stehen.

Nunmehr gibt es ein neues Aktionsfeld zu vermelden, für das der Planungsdezernent der Stadt Dortmund – Ludger Wilde – am Donnerstag den offiziellen Startschuss gegeben hat. Gemeinsam mit Burkhard Drescher, Geschäftsführer der Innovation City Management GmbH (ICM)hat er das Projekt „InnovationCity roll out“ vorgestellt.

(v.l.) Michael Leischner, Leiter der Koordinierungsstelle Klimaschutz im Umweltamt Dortmund; Ludger Wilde, Dezernent für Umwelt, Planen und Wohnen; Stefanie Gerszewski, Projektleiterin Quartiermanagement Westerfilde/Bodelschwingh; Burkhard Drescher, Geschäftsführer der ICM; Juliane Hagen, Quartiersmanagement Westerfilde/Bodelschwingh;Tjark Bornemann,ICM

Was verbirgt sich hinter diesem Namensungetüm? Hierzu schreibt die Pressestelle der Stadt:
„Der Name ‚InnovationCity roll out’ steht für eines der größten Projekte des Strukturwandels im Ruhrgebiet. Die Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem 2010 gestarteten Projekt ‚InnovationCity Ruhr | Modellstadt Bottrop‘ sollen auf das gesamte Ruhrgebiet ausgerollt werden. Ziel ist es, den vorbildhaften, initial für Bottrop entwickelten Prozess auf weitere Städte im Ruhrgebiet zu übertragen. In insgesamt 20 ausgewählten Quartieren der Metropole Ruhr werden ganzheitliche Quartiersentwicklungen nach dem Vorbild der ‚InnovationCity Ruhr | Modellstadt Bottrop’ initiiert. Das Gesamtprojekt soll durch Analyse, Konzeptentwicklung und eine mögliche darauf folgende Umsetzung eine deutliche CO2-Reduktion erzielen und die ‚Energiewende von unten’ weiter vorantreiben. Gefördert wird das Vorhaben im Rahmen des ‚Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)‘ „.

Auszug aus der Projektbeschreibung von ICM

In den nächsten sechs Monaten erarbeitet die ICM gemeinsam mit Akteuren aus Politik, Verwaltung und aus dem Quartier Westerfilde/Bodelschwingh ein energetisches Klimaschutzkonzept. Das besteht aus verschiedenen Bausteinen: Zunächst geht es um eine umfassende Ermittlung der gegebenen Verhältnisse. Zeitgleich wird ein Akteursaktivierungs- und Kommunikationskonzept entwickelt.
Im Zentrum der fachplanerischen Arbeit stehen das energetische Sanierungskonzept und das Energieversorgungskonzept. Das sind alles Bausteine, die für eine erfolgreiche Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen notwendig sind.

„Ich freue mich, dass die vielfältigen Aktivitäten im Rahmen des ‚Stadterneuerungsprogramms Soziale Stadt Westerfilde/Bodelschwingh‘ nun noch ergänzt werden um diese Klimaschutzmaßnahme. Die örtlichen Wohnungsunternehmen investieren bereits umfangreich in ihre Bestände. Unsere Zusammenarbeit ist sehr konstruktiv. Deshalb bin ich überzeugt, dass wir im Quartier wirklich innovative Maßnahmen entwickeln können – nicht nur im Bereich des Wohnens, sondern auch in Bezug auf klimafreundliche Mobilität und Klimaschutz im öffentlichen Raum“, sagt Planungsdezernent Ludger Wilde.

Auch Burkhard Drescher ist angesichts der vorgefundenen Verhältnisse optimistisch.
„Sehr kooperative Wohnungsunternehmen, verlässliche Ansprechpartner sowie ein Gemeinwesen, das sich eine Verbesserung der augenblicklichen Situation wünscht, sind beste Voraussetzungen für einen erfolgreichen Abschluss des Projektes.“

Für das Projekt wird – nach einer Zustimmung von Rat und Verwaltung zum jetzt zu erarbeitenden Planungskonzept – ein Zeitraum von 3 – 5 Jahren veranschlagt. Die Verantwortlichen von ICM wissen, dass für den Erfolg in erster Linie maßgebend sein wird, die Wohnungsunternehmen, privaten Eigentümer, aber auch die Mieter von den Einsparungseffekten der geplanten Maßnahmen zu überzeugen.

Einigkeit bestand bei allen Akteuren am Donnerstage beim Start des Vorhabens: Klimaschutz und moderne Technologie sind neben sozialen Aktivitäten imagefördernde Projekte, um den Stadtteil auch wohnungswirtschaftlich weiter aufzuwerten.

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