Nein zum Radweg auf alter Bahntrasse

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Mehrheit im Amtshaus möchte Schienenweg weiter nutzen

So gut ausgebaute und sichere Radwege wie hier am Kanal sind in Mengede beliebt.

Absteigen und Schieben ist bei längeren Ausflügen kaum vermeidbar: Das Radwegenetz im Stadtbezirk Mengede weist erhebliche Lücken auf. Zumindest zwischen Bodelschwingh und Oestrich könne eine dieser Lücken geschlossen werden, meinte die Fraktion Die Linke & Piraten in der Bezirksvertretung, wenn man die Trasse der alten Eisenbahnverbindung zum Kraftwerk Knepper für Radfahrer freigebe. Doch die Idee stieß bei SPD und CDU nicht auf Gegenliebe. Da nur die Grünen zustimmten, wurde der Antrag mit Mehrheit abgelehnt. Grund für das Nein ist die Sorge, die beim Abbruch der Kraftwerksgebäude anfallenden Schuttberge könnten dann nicht, wie gewünscht, über die Schiene abtransportiert werden.

Dieter McDevitt (Piraten) gab zu bedenken, dass die notwendige Weiche außer Betrieb sei, eine Nutzung der Trasse daher nicht kurzfristig möglich wäre. Auch der Bündnisgrüne Jürgen Utecht unterstützte diese Sichtweise. Eine schnelle Wiederherstellung der Bahnverbindung sei unmöglich; daher könne man die Bügel am „schwarzen Weg“ zwischen Wachteloh und Breisenbachstraße, die bisher das Befahren unmöglich machen, ruhig entfernen. Überdies solle man sich nichts vormachen: der beim Knepper-Rückbau entstehende Abfall werde höchstwahrscheinlich auf Lkw verladen. Sollte man sich später erneut für eine Inbetriebnahme der Strecke entschließen, so könne man die Gleise mit einer wieder entfernbaren Abdeckung versehen, so die Befürworter. Die Argumente konnten die beiden größeren Fraktionen allerdings nicht überzeugen.

System von Leihrädern auch für den Nordwesten

Weitergeleitet wurde dagegen eine Anfrage von Linke & Piraten, die Möglichkeiten zur Aufstellung von „Metropolrad Ruhr“-Leihrädern im Stadtbezirk Mengede zu erkunden. Dazu soll ein Vertreter der Betreiberfirma Nextbike ins Amtshaus eingeladen werden. Das Leihradsystem wurde in großen Teilen des Ruhrgebietes eingerichtet; der Dortmunder Nordwesten fehlt bisher.

Außerdem ging eine Anfrage zum geplanten Breitbandausbau an die Verwaltung. Im September war in einer Verlautbarung des Verwaltungsrates ein entsprechendes Programm angekündigt worden. Die beigefügte Grafik für den Stadtbezirk sei allerdings nicht sehr aussagekräftig gewesen, so die Kritik von „Die Linke & Piraten“. Gewünscht wird eine straßengenaue Auflistung der Versorgung im Stadtbezirk. Außerdem wird darauf verwiesen, dass eine frühere Anfrage zum Thema Breitband (vom 20. April 2016!) bis heute unbeantwortet geblieben ist.

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