Cartoon des Tages

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Opposition ist geil

Der Cartoon des Tages stammt wieder von Mario Lars, unserem Lieblingscartoonisten. Und dieser Carlo hat zu nachstehenden Überlegungen angeregt:

 Es fehlt eine überzeugende Geschichte

Wenn die SPD wieder ein ernsthaftes Wort bei der Gestaltung der Zukunft der Republik mitreden will, dann reichen solch offensichtlich populistischen Vorschläge des Hamburger Bürgermeisters nicht; schon allein deswegen nicht, weil jeder fragen wird, warum habt ihr das nicht in Eurer langen Regierungsarbeit umgesetzt. Ihr hättet es wenigstens im Wahlkampf fordern können.

Es reicht auch nicht, sich als Partei der arbeitenden Bevölkerung darzustellen, denn diese arbeitende Bevölkerung wird durch Automatisierung und Digitalisierung dramatisch schrumpfen. Wer unter diesen Bedingungen z.B. auf Vollbeschäftigung setzt, kann nur müde belächelt werden. Deshalb wäre es für die SPD eine Zukunftsaufgabe, Konzepte zur Frage zu entwickeln, wie gehe ich mit den vielen Arbeitslosen, Geringbeschäftigten und den in prekären Verhältnissen lebenden Menschen um. 
Es wird nicht reichen, über die wachsende Ungleichheit in der Gesellschaft zu reden. Die SPD könnte „Gleichheit“ neu definieren und müsste dabei nicht nur die Armen und Alten einbeziehen, sondern auch die europäischen Nachbarn. Das heißt Europa müsste stärker in den Mittelpunkt der künftigen Überlegungen gestellt werden.

Es reicht auch nicht, weiterhin die „Schwarze Null“ und den „Schlanken Staat“ zu propagieren. Beide, jeweils einzeln und verstärkt natürlich gemeinsam, haben die öffentliche Infrastruktur zerstört. Und die Vertreter dieser Ideologie waren ja auch der Meinung, es können nichts schaden, Aufgaben aus dem öffentlichen Bereich in private Hände zu übergeben, bis hin zur Daseinsvorsorge. Welch ein Irrtum!

Auch zu diesen Fragen könnte eine neue, andere SPD Ideen und klare Vorstellungen entwickeln.

Die Liste ließe sich leicht verlängern. Ein notwendiger Neuanfang für die SPD kann nur gelingen, wenn alle losen Enden zu einer glaubhaften Geschichte verknüpft werden, aus der zu ersehen ist, wohin die SPD in den nächsten Jahren gehen will. 
Ob es in der Riege der vielen Amtsträger in Bund, Ländern und Gemeinden genügend gibt, die einen solchen Neuanfang  schaffen wollen und auch die Kraft dazu haben, bleibt abzuwarten.

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