Veranstaltung im Stadtbezirk Mengede zur Pogromnacht 1938

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Wehret den Anfängen

Zum 79. Mal hat sich am gestrigen 9. November die Reichspogromnacht gejährt. In dieser Nacht wurden im Jahr 1938 in ganz Deutschland jüdische Geschäfte, Wohnungen und Einrichtungen von den Nazis angegriffen und zum Teil zerstört.Das „Netzwerk gegen Rechts im Stadtbezirk Mengede“ hat zur Erinnerung an diese  Reichpogromnacht gestern eine Gedenkveranstaltung durchgeführt.

Zunächst traf sich eine kleine Gruppe am Mengeder Amtshaus und machte sich von dort auf den Weg zu ev. St. Remigiuskirche. Vorher hielt man kurz inne an der Williburgstr. 6. Hier befindet sich ein Stolperstein zur Erinnerung an Salomon und Else Heimberg, die 1942 bzw. 1945 von den Nazis ermordet wurden. In kurzen Ansprachen mahnten Pfarrer Rainald Martin-Bullmann und Bezirksbürgermeister Willi Tölch, unsere demokratischen Errungenschaften nicht leichtfertig aufs Spiel zu setzen und wachsam zu sein, damit sich die Verbrechen des Nationalsozialismus nicht wiederholen.

In der gut besuchten St. Remigiuskirche fand danach eine 60-minütige Andacht statt, die musikalisch von der Gruppe „Romberg Klezmeruntermalt wurde. Dazwischen trugen drei Konfirmandinnen unterschiedliche Text vor und die Besucher zündeten zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus Kerzen an und stellen diese auf das Taufbecken der Kirche.

Es war eine emotionale und insgesamt würdige Veranstaltung. Es wurde deutlich, dass solche ein Termin mehr sein muss als ein Blick zurück. Denn es wäre fahrlässig, den nach wie vor existierenden Juden- und zunehmenden Fremdenhass nicht wahrzunehmen zu wollen.

     

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