Handball – es lief nicht so, wie erhofft

| Keine Kommentare

Sieg und Niederlage für gehandicapte Mengeder Handballer/Innen

Mit einem Sieg und einer Niederlage beendeten die HandballerInnen des TV Mengede das Jahr 2017. Die Herren gewannen gegen Borussia Höchsten II mit einem deutlichen 31:26 beide Punkte, bei den Damen reichte es im Auswärtsspiel beim ATV Dorstfeld nicht ganz. Sie verloren mit 20:23.

Die nun über den Jahreswechsel anstehende Spielpause ist bei beiden Teams hochwillkommen, da sie geeignet ist, neue Kräfte zu sammeln, die Verletzungen auszukurieren und Gelegenheit gibt, sich auf den Rest der Saison zu konzentrieren.

Die Kraft hat bei starken Handballerinnen (noch) nicht gereicht
Ohne die verhinderten Spielerinnen Johanna Spratte, Alina Boenigk und den Neuzugang Nina Deimen hatten die Mengeder Handballdamen beim Tabellendritten ATV Dorstfeld einen schweren Stand. Dennoch merkte man ihnen an, dass sie den Aufwärtstrend der letzten Wochen nicht abreißen lassen wollten. Einmal mehr bewiesen sie, dass sie mit den Spitzenteams der Bezirksliga ebenbürtig mithalten können. So gelang es ihnen im ersten Spielabschnitt, mit ständig knapper Führung das Spiel offen zu halten. Ein 11:9 zugunsten der Mengederinnen war beim Seitenwechsel der verdiente Lohn.

War es die frühe Verletzung von Aysen Ugur, von der die Dorstfelderinnen zu Beginn der zweiten Hälfte profitierten und erstmalig in Front gehen konnten? Auch diese kritische Situation konnte aber zunächst abgemildert werden. Als 12 Minuten vor Schluss Anika Piehl sogar den 18:19-Anschlusstreffer erzielte, kam noch einmal Hoffnung auf, die aber durch die in der Endphase konditionsstärkeren Dorstfelderinnen zunichte gemacht wurde.
Stärkste Mengederin war diesmal Sina Untenberger, die mit ihren 8 Toren – darunter 4 Strafwürfe – unter Beweis stellen konnte, dass sie ihre Qualitäten als Torjägerin nicht verloren hat.

Das Mengeder Trainergespann Ocklenburg/Schlüter war mit dem Auftritt ihrer Spielerinnen in Anbetracht der oben genannten Widrigkeiten hoch zufrieden. Mit Tuchfühlung an die oberen Teams rangieren die Mengederinnen mit einem Punkteverhältnis von 12:10 auf Rang sechs. Coach Jörg Ocklenburg ist auch sehr zuversichtlich: „Mit den bisher gezeigten Leistungen werden wir noch viele Punkte holen“. Dem können wir uns vorbehaltlos anschließen.

Die Mengeder Handballerinnen spielten mit:
Madeleine Wiegand, Sina Untenberger(8), Malin Lutz(3), Rabea Wolter, Anika Piehl(1), Zoe Philina Sulcek(1), Aysen Ugur(4/2), Rieke Danielsen(1), Inga Hagestroem, Paula Lechtenbörger(1), Theresa Szameitat(1) und Leonie Schulenburg.

TV-Handballer entdecken ihr Kämpferherz
Weit schwerer als bei den Damen waren die verletzungsbedingten Ausfälle bei den Herren zu verkraften. Trainer Andreas Kuno verfügte gerade einmal über 9 Akteure, die er im Heimspiel gegen Borussia Höchsten II aufs Feld schicken konnte. Mit den Verletzten Phillip Kremerskothen, Florian Schumann, Niklas Wagener und dem beruflich verhinderten Andreas Kämper waren 4 Stammspieler nicht einsetzbar.

Mit welcher Bravour Kunos „Rest-Truppe“ aber zu Werke ging, war aller Ehren wert. Gegen die in der ersten Viertelstunde dominierende Gästemannschaft besann sich Markus Schlüter auf seine Wurfstärke und der trotz seiner Jugend abgeklärte Phillip Timm ließ auf der Außenposition seinen Gegenspieler “alt“ aussehen. Zwar gelang es nicht, die ständige Zwei-Tore-Führung der Höchstener zu egalisieren, mehr ließen die aufopferungsvoll kämpfenden Mengeder aber nicht zu.

Nach dem Seitenwechsel (16:14 für Höchsten) sah es zunächst danach aus, dass die Spieler aus Dortmunds Süden den Abstand halten oder sogar ausbauen könnten. An der durch Trainer Kuno auf das 6:0-System umgestellten Abwehr bissen sich die Höchstener dann aber mehr und mehr die Zähne aus.

Und dann kam die Zeit von Dominik Kaufmann. Bis zur völligen Erschöpfung warf er sich in die Partie. In seinem wohl besten Spiel für den TV Mengede überraschte er ein ums andere Mal seine Gegenspieler, die sich manchmal vergeblich zu Dritt versuchten, ihn aufzuhalten. Er war einfach nicht zu kontrollieren. Allein in der zweiten Halbzeit war er zwölfmal erfolgreich. Von seiner Übersicht profitierte auch Marvin Folgmann auf der Außenposition, den er bei einigen Angriffen mustergültig in Szene setzte

Höchsten gab nicht auf und versuchte in den letzten Spielminuten mit einer offenen Manndeckung noch eine Wende zu erzwingen. Die cleveren Mengeder nutzten dann die sich hieraus ergebenen Chancen und bauten ihren Vorsprung weiter aus. Mit dem Schlussgong machte dann Dominik Kaufmann mit seinem 13. Tor in diesem Spiel alles klar.

Trainer Andreas Kuno hofft, dass er bis zum Fortgang der Meisterschafts-Saison am 14. Januar wieder alle verletzten Spieler an Bord haben wird. Die Abwehrarbeit funktioniert im Vergleich zum Vorjahr immer besser und bei der Ausgeglichenheit aller Kreisliga-Teams dürften die Mengeder noch für einige positive Überraschungen sorgen können.

Der TV Mengede spielte mit:
Dominik van Kolken, Moritz Schenk(2), Markus Schlüter(5), Marvin Folgmann(4), Tobias Schlüter(1), Dominik Kaufmann(13/4), Jan-Hendrik Jägermann, Niklas Schumann und Philip Timm(6).
Hinweis: Zur Vergrößerung der Fotos diese bitte anklicken!
en.pdf24.org    Send article as PDF   

Schreibe einen Kommentar

%d Bloggern gefällt das: