Gedicht und Fotos der Woche
Bienen und andere Insekten sind unverzichtbar, um den Hunger der wachsenden Weltbevölkerung zu stillen, denn trotz des technischen Fortschritts hängt die Landwirtschaft von den Bestäubern ab. Doch Monokulturen, Parasiten und Pflanzenschutzmittel setzen den Tieren zu.
Zu diesem Beitrag hat uns die Leserin Silvia Rzadkowski* sehr schöne Fotos zur Verfügung gestellt.
*Die Fotos hat uns Silvia Rzadkowski, Jahrgang 1962, wohnhaft in Lünen-Brambauer, gebürtige Mengederin und Tochter einer Bergmannsfamilie, zur Verfügung gestellt. Seit einiger Zeit widmet sie sich der Fotografie. Ihr Repertoire umfasst sowohl Tier- und Architektur- als auch Landschaftsfotografie. Dabei belichtet sie auch zu Zeiten (Sonnenauf- und -untergänge), an denen sich die meisten Mitbürger noch mehrmals die Bettdecke über den Kopf ziehen.
Passend zum Thema stellt MENGEDE:InTakt! unseren Lesern folgendes Gedicht vor:
Abseits
(Theodor Storm)
Es ist so still; die Heide liegt
Im warmen Mittagssonnenstrahle,
Ein rosenroter Schimmer fliegt
Um ihre alten Gräbermale;
Die Kräuter blühen, der Heideduft
Steigt in die blaue Sommerluft.
Laufkäfer hasten durchs Gesträuch
In ihren goldnen Panzerröckchen,
Die Bienen hängen Zweig um Zweig
Sich an der Edelheide Glöckchen;
Die Vögel schwirren aus dem Kraut
Die Luft ist voller Lerchenlaut.
Ein halbverfallen niedrig Haus
Steht einsam hier und sonnbeschienen;
Der Kätner lehnt zur Tür hinaus,
Behaglich blinzelnd nach den Bienen;
Sein Junge auf dem Stein davor
Schnitzt Pfeifen sich aus Kälberrohr.
Kaum zittert durch die Mittagsruh
Ein Schlag der Dorfuhr, der entfernten;
Dem Alten fällt die Wimper zu,
Er träumt von seinen Honigernten.
Kein Klang der aufgeregten Zeit
Drang noch in diese Einsamkeit.

Hinweis: Zur Vergrößerung der Fotos diese bitte anklicken!