Emscher und Lippe als Lebensadern für Mensch und Natur

Auf zu neuen Ufern – Rund 3,54 Millionen Euro für Emscher und Lippe

Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen hat zum Monatsbeginn gemeinsam mit Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender Wasserwirtschaftsverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV), und Bernd Tischler, Oberbürgermeister der Stadt Bottrop, stellvertretend für die Emscher- und Lippe-Kommunen, die Kooperationsvereinbarung „Gemeinsam für Emscher und Lippe“ unterzeichnet.Mit rund 3,54 Millionen Euro werden damit Projekte der Kommunen an Emscher und Lippe seitens des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt, um die weitere Renaturierung zu fördern. Bereits im vergangenen Jahr hatten EGLV die Kommunen an Emscher und Lippe aufgerufen, Projektideen einzureichen, die nun durch die neue Kooperation umgesetzt werden. Die Fördermittel kommen zu 80 Prozent aus Städtebaufördermitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und des Bundes, 20 Prozent übernehmen Emschergenossenschaft und Lippeverband.

 „Mit der Kooperation ,Gemeinsam für Emscher und Lippe´ brechen wir gemeinsam zu neuen Ufern auf. Unser Ziel: Emscher und Lippe weiter zu neuen Lebensadern für Mensch und Natur zu machen. Die Flüsse standen im Wandel und haben ihr Gesicht mehrfach verändert. Gemeinsam mit Akteuren vor Ort unterstützen wir die Kommunen an Emscher und Lippe bei der Umsetzung von Stadtteil- und Klimaschutzprojekten finanziell und organisatorisch. Durch die Verknüpfung von städtebaulichen, wasserwirtschaftlichen und gewässerökologischen Maßnahmen verbessern wir gemeinsam die blau-grüne Infrastruktur in der Region und schaffen gleichzeitig noch mehr Lebensqualität für die Menschen vor Ort.

Die positiven Wirkungen, die die beiden bisherigen Städtebau-Kooperationen hinterlassen haben, können sich sehen lassen. Mit der neuen gemeinsamen Kooperation setzen wir auf partnerschaftlicher Basis bis zum Jahr 2027 unser Engagement fort“, sagt Ina Scharrenbach.

Zahlreiche Projekte werden bis 2027 im Rahmen von „Gemeinsam für Emscher und Lippe“ umgesetzt: Freie Flächen in Nähe der Gewässer werden genutzt, um die Freizeit- und Wohnqualität zu verbessern. Zum Beispiel werden in einigen Städten Naschgärten mit Hochbeeten, Beerensträuchern und Obstbäumen entstehen. Menschen aus der Nachbarschaft werden gemeinsam die Gärten pflegen und die Früchte ihrer Arbeit genießen. In Bienengärten und sogenannten „Blauen Klassenzimmern“ in Städten wie Marl, Datteln, Hamm oder Herten werden Kinder und Jugendliche an wichtige Themen wie Natur- und Umweltschutz herangeführt.

Die offizielle Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung fand im Bottroper BernePark statt. Fast 40 Jahre lang war der heutige Park der Standort einer Kläranlage der Emschergenossenschaft, unmittelbar an der Einmündung des Nebenlaufes Berne in die Emscher. Nachdem die Anlage 1997 außer Betrieb genommen wurde, lag das Gelände 13 Jahre brach, bis es 2010 von EGLV mit Teilförderung des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung zum Park umgebaut wurde.

Quelle und Fotos: EGLV