
Kooperation EGLV/NABU; Foto: Klaus Baumers/EGLV
Gemeinsamer Arten- und Umweltschutz
geht in die nächste Runde
„Wir blicken zurück auf drei spannende Jahre mit tollen Projekten und freuen uns, mit dem NABU NRW weiterhin einen starken Partner an unserer Seite zu haben. Gemeinsam kommen wir der Vision einer nachhaltigen Zukunft für unsere Region Stück für Stück näher“, sagt der EGLV-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Uli Paetzel.
Dr. Heide Naderer, Landesvorsitzende des NABU NRW, hebt ebenfalls die Wichtigkeit der Kooperation hervor: „Projekte wie der Emscher-Umbau haben bereits positive Veränderungen für unsere Region gebracht. Doch der Kampf gegen das Artensterben und die Auswirkungen der Klimakrise erfordert anhaltende Anstrengungen und zuverlässige Partner, die wir mit dieser Kooperation gefunden haben.“
Ein Fokus der Zusammenarbeit liegt auf der Beratung bei der Anlage von Biotopen und der ökologischen Aufwertung von Gewässerinfrastrukturen, wobei die Expertise lokaler NABU-Gruppen einen unverzichtbaren Beitrag leistet. Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung waren weitere Säulen der Kooperation, die die Bürgerinnen und Bürger aktiv einbeziehen. Im Verlauf der Kooperation wurde zunehmend die Öffentlichkeit durch Umweltbildungsaktivitäten und Veranstaltungen einbezogen. Beim „Tag der lebendigen Emscher“ im Juni 2023 hatten nicht nur Forschende die Möglichkeit, die neue Emscher-Mündung bei Dinslaken und Voerde zu erkunden, sondern auch Bürgerinnen und Bürger konnten vom Hof Emschermündung aus die Entdeckung von insgesamt 820 Arten mitverfolgen.
Klimaanpassung rückt verstärkt ins Zentrum der gemeinsamen Bemühungen
Politisch engagieren sich EGLV und NABU NRW gemeinsam für die Wiederherstellung der Gewässerdurchgängigkeit der Lippe und veranstalten Fachtagungen zu diesem Thema. Die erfolgreiche Forschungstätigkeit – exemplifiziert durch das Forschungswochenende an der Emscher-Mündung – wird fortgesetzt, beim „Tag der lebendigen Emscher 2024“ liegt der Fokus auf der mittleren Emscher.
Die Kooperation wird sich in Zukunft verstärkt dem Thema Klimaanpassung widmen. Ziel ist es, den natürlichen Wasserhaushalt durch Maßnahmen wie die Reduzierung von versiegelten Flächen und verstärkte Regenwasserversickerung zu unterstützen. Dies trägt zur Milderung von Überflutungen bei, stärkt die Grundwasserstände und schützt Lebensräume während Trockenphasen.
Alina Pickart, Koordinatorin der Kooperation zwischen NABU NRW und EGLV, erläutert: „In der Gestaltung der blaugrünen Infrastruktur liegen wichtige Potenziale für die städtische Artenvielfalt. Zugleich können nur intakte Ökosysteme weiterhin zentrale Leistungen wie Wasserspeicherung und Kohlenstoffbindung erbringen, weshalb auch die Renaturierung von Feuchtlebensräumen weiter vorangetrieben werden muss.“