Pressemitteilung: GRÜNE und SPD fordern Maßnahmen für Barrierefreiheit im Stadtbahnnetz

GRÜNE und SPD fordern sofortige Maßnahmen für Barrierefreiheit
im Stadtbahnnetz

 Der barrierefreie Umbau der Stadtbahn in Dortmund lässt auf sich warten. Auf der stark genutzten Ost-West-Verbindung gibt es nur wenige Haltestellen, die barrierefrei sind. Und auch die Zukunftsaussichten sind ernüchternd: Die Planungen, das zu ändern, sehen mindestens weitere acht Jahre Wartezeit vor.
Anlass genug für die Grünen, gemeinsam mit der SPD eine Übergangslösung zu fordern und einen Antrag zur sofortigen Verbesserung der Barrierefreiheit auf den Stadtbahn-Linien U43 und U44 einzubringen. Der Antrag sieht vor, dass die Verwaltung noch in diesem Jahr an stark frequentierten Haltestellen barrierefreie Zugänge ermöglicht und das Behindertenpolitische Netzwerk in die weiteren Planungen einbezieht.„Es ist nicht hinnehmbar, dass mobilitätseingeschränkte Personen von der Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs ausgeschlossen werden. Barrierefreiheit ist kein Luxus, sondern ein Grundrecht“, erklärt Oliver Stieglitz, GRÜNES Mitglied im Ausschuss für Mobilität. „Die Tatsache, dass bereits seit mehr als einem Jahrzehnt Planungen für den barrierefreien Umbau vorliegen, ohne dass nennenswerte Fortschritte erzielt wurden, ist nicht akzeptabel.“ Der Antrag zielt insbesondere auf die Haltestellen Berliner Straße, Von-der-Tann-Straße, Borsigplatz, Ofenstraße und Ottostraße ab, die aufgrund ihrer hohen Nutzung vorrangig berücksichtigt werden sollen.

Eine Haltestelle gilt als barrierefrei, wenn der Zugang zur Bahn stufenlos möglich ist. Davon profitieren nicht nur Menschen mit Behinderungen, sondern z. B. auch Fahrgäste mit Kinderwagen oder Gepäck sowie ältere Personen, insbesondere wenn sie Probleme mit Stufen haben, beim Einsteigen Halt brauchen oder beispielsweise mit Rollator unterwegs sind. “Für Menschen mit Einschränkungen ist der Einstieg in die Bahnen schon schwierig, für Rollstuhlfahrende ist die Nutzung derzeit gänzlich unmöglich”, bemängelt Oliver Stieglitz die aktuelle Situation.

Angesichts der Tatsache, dass ein vollständiger barrierefreier Umbau auf den genannten Linien erst nach 2032 in Aussicht gestellt wird, fordern die Fraktionen jetzt kurzfristige provisorische Lösungen, wie beispielsweise den Bau von Haltestellenpodesten oder den Einsatz mobiler Rollstuhl-Hublifte, wie sie bereits an vielen Fernbahnhöfen erfolgreich eingesetzt werden. Die Antragsteller betonen die Dringlichkeit der Maßnahmen und verweisen darauf, dass die Stadt ihrer Verpflichtung zur Schaffung gleichwertiger Lebensbedingungen für alle Bürgerinnen und Bürger nachkommen muss.

Antrag GRÜNE und SPD: https://www.gruene-do.de/sofort-massnahmen-zur-barrierefreiheit-auf-den-stadtbahn-linien-u43-und-u44/

Quelle: Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und SPD