Digitale Zukunft in der Schule: Dortmund ist sehr gut aufgestellt – Stadt weitet IT-Schulcampus aus

Alle sind sich einig: Die Ausweitung des IT-Schulcampusmodells kann nur gut werden
Stadt Dortmund / Markus Kaminski

Alle 155 Schulen in Dortmund werden in Zukunft einen persönlichen Ansprechpartner für Computer-Technik haben: Die Stadt Dortmund hat sich entschieden, das Modellprojekt der IT-Campusmanager*innen auszuweiten.

 

 

Flächendeckendes WLAN, schnelle Internetverbindungen und digitale Endgeräte wie Tablets und Laptops gehören zum Alltag der Dortmunder Schüler*innen. Um sie gut auf die Zukunft vorzubereiten, muss all das verlässlich funktionieren. In einem Modellprojekt haben sich seit November 2021 vier IT-Campusmanager*innen um einige Schulen in Dortmund gekümmert. Jetzt wird das Erfolgsmodell auf alle 155 Schulen ausgeweitet. Die Stadt Dortmund gehört zu einem sehr kleinen Kreis von Schulträgern in NRW, die einen professionellen IT-Support für ihre Schulen anbieten.

Die IT-Campusmanager sind ein wichtiger Teil des Medienentwicklungsplans. Er beschreibt die Strategie der Stadt, die Digitalisierung an Dortmunder Schulen auf einem konstant hohen Niveau zu halten. Smarte Klassenzimmer mit digitalen Tafeln (interaktive Whiteboards), digitale Präsentationstechniken und vor allem eine 1:1-Ausstattung bei den digitalen Endgeräten sind hier wichtige Eckpunkte.

Jedem Kind ein iPad

„Damit nehmen wir deutschlandweit weiterhin einen Spitzenplatz unter den Großstädten ein. Und so schaffen wir eine zukunftsorientierte Lernumgebung für unsere Schülerinnen und Schüler“, sagt Schuldezernentin Monika Nienaber-Willaredt.

Die 1:1-Ausstattung bei den iPads beispielsweise hat Dortmund 2024 trotz steigender Schüler*innen-Zahlen geschafft: 83.437 iPads waren im vergangenen Jahr an Dortmunder Schulen in Betrieb. 76.734 für Schüler*innen, 6703 für Lehrkräfte und pädagogisch Tätige an Schulen.

Unterstützung für Lehrer*innen

Diese leistungsfähige digitale Infrastruktur an den Dortmunder Schulen muss permanent gepflegt werden. Abseits des Modellprojekts mit den vier Campus-Manager*innen war das bislang Aufgabe der Lehrkräfte. Um sie zu entlasten und bei Problemen mit Tablets, Notebooks oder anderen IT-Endgeräten besser helfen zu können, weitet die Stadt Dortmund das Modellprojekt „IT-Schulcampus“ ab dem kommenden Schuljahr auf alle 155 Dortmunder Schulen aus.

13 Campusmanager*innen, die jeweils bis zu 17 Schulen an ihrem IT-Campus betreuen, kümmern sich dann um alle digitalen Fragen an Dortmunder Schulen. Christian Uhr, Dezernent für Personal und Organisation: „So heben wir die technische Unterstützung für unsere Schulen auf eine komplett neue Ebene. Vor dem Hintergrund, dass wir die Technik an unseren Schulen immer weiter anpassen werden, ist das die richtige Entscheidung.“ Besonders erfreut zeigt sich Uhr darüber, dass „wir in Partnerschaft mit der Dortmunder Kommunalwirtschaft auf lange Sicht eine Support-Lösung abgesichert haben.“

Durchdachtes Supportkonzept

Ein durchdachtes Supportkonzept sichert dabei den reibungslosen Betrieb digitaler Technologien. Es umfasst technische Hilfe bei Problemen mit der Hard- und Software, regelmäßige Wartung sowie schnelle Hilfe bei Störungen. Jede Schule hat eigene Ansprechpartner*innen, außerdem gibt es ein zentrales Helpdesk.

Die Ausweitung des IT-Schulcampus‘ startet bewusst im Schulzentrum Kirchlinde. Das Bert-Brecht-Gymnasium und die Droste-Hülshoff-Realschule gehören zu den engagierten Schulen in punkto Digitalisierung. Seit 2022 kommen hier schon Campusmanager*innen zum Einsatz. „Ging ein Beamer, Drucker oder Tablet nicht, mussten bis dahin unsere Lehrkräfte für Abhilfe sorgen. Die Unterstützung durch die Campusmanager*innen war für uns eine enorme Erleichterung“, sagt Sabine Schmidt-Strehlau, Leiterin des Bert-Brecht-Gymnasiums.

Schulung vom Dortmunder Systemhaus

Als Partnerin für das innovative, digitale Support-Projekt für alle Dortmunder Schulen wurde die DOKOM21 gefunden. Sie ist schon seit November 2021 bei dem Pilotprojekt IT-Campusmanager*innen an Bord. DOKOM21 bringt umfassendes Know-how im Bereich IT-Support und digitale Infrastruktur mit. Sie stellt die 13 Campusmanager*innen, die vom Dortmunder Systemhaus geschult wurden. Damit leistet das regionale Telekommunikationsunternehmen einen entscheidenden Beitrag zur IT-Unterstützung an den Dortmunder Schulen.

„Für uns steht unsere Region immer im Mittelpunkt, deshalb freuen wir uns sehr, dass wir als städtisches Unternehmen mit den IT-Campusmanagerinnen und -managern der DOKOM21 die Digitalisierung der Schulen weiter vorantreiben und den Lehrkräften mehr Zeit für ihre pädagogische Arbeit verschaffen können. Digitale Bildung ist zudem ein wichtiger Wettbewerbsvorteil auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft. Je früher die Schülerinnen und Schüler den Umgang mit digitalen Endgeräten und Technologien erlernen, umso sicherer werden sie damit“, sagt Marko Iaconisi, Geschäftsführer DOKOM21.

„Es ist uns eine Freude als DOKOM21, dieses herausragende Projekt zu unterstützen, indem wir Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler im Umgang mit der IT-Ausstattung begleiten. Durch das Campusmodell entsteht in Kooperation mit der Stadt Dortmund eine solide Basis, um den IT-Support an Schulen effizient zu gewährleisten. Die digitalen Unterrichtseinheiten bieten zahlreiche neue Lernmöglichkeiten, von denen insbesondere unsere Schülerinnen und Schüler profitieren werden“, erklärt Lars Vogeler, Aufsichtsratsvorsitzender von DOKOM21.

Die IT-Campusmanager*innen sind damit ein Baustein im Gesamtplan zur Digitalisierung an Dortmunder Schulen. Eine effiziente und aktuelle Technik ist eine wichtige Voraussetzung, um innovative Lehr- und Lernkonzepte an den Schulen zu realisieren. Denn digitale Medien eröffnen ganz neue Möglichkeiten für einen interaktiven und individualisierten Unterricht.

Medienkompetenz gezielt fördern

„Durch Lernplattformen, E-Books und adaptive Lernsysteme kann der Unterricht flexibler gestaltet und auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler abgestimmt werden“, sagt Monika Nienaber-Willaredt. Gleichzeitig werde die Medienkompetenz gezielt gefördert, um einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Technologien zu gewährleisten.

Und auch das gehört zum zukunftsorientierten Bildungsangebot für Dortmunder Schulen: Im Medienzentrum des Fachbereichs Schule können sich Lehrer*innen VR-Brillen, Kameras, Mikrofone, 3D-Scanner, Plotter oder Roboter ausleihen. Diese und weitere Werkzeuge machen Digitalisierung im Unterricht konkret und fördern das kreative Potential der Schüler*innen.

Praxisnahe Ansätze verbinden Informatik mit handwerklichem Arbeiten und stärken logisches Denken und Teamarbeit. Durch Programmieren, Robotik und den Einsatz von 3D-Druckern oder Mikrocontrollern entwickeln Schülerinnen und Schüler eigene Projekte und lernen spielerisch wichtige Zukunftskompetenzen („Making & Coding“). Im neuen „DoLab“ im Medienzentrum am Dortmunder U können Schüler*innen auch vor Ort innovative Lerntechnologien erleben und erproben.

Über die Arbeit von IT-Campusmanager*innen am Beispiel von Ventsislav Georgiev informiert auch dieser Film über die IT-Campusmanager*innen.

Quelle: Pressestelle der Stadt Dortmund