Dortmunder GRÜNE fordern klare Haltung gegen
jede Form von Menschenfeindlichkeit
Die Dortmunder GRÜNEN zeigen sich zutiefst alarmiert über die aktuellen Zahlen zu rechtsextrem motivierten Straftaten in Dortmund. Laut dem Bericht der Polizei haben sich diese im Jahr 2024 nahezu verdoppelt – auf insgesamt 295 Delikte. Besonders besorgniserregend dabei, die Täter*innen stammen überwiegend nicht aus der bekannten rechtsextremen Szenen, sondern aus der gesamten Breite der Gesellschaft.„Wenn rassistische Gewalt und Volksverhetzung kein Randphänomen mehr sind, sondern aus der Mitte der Gesellschaft kommen, dann ist das ein Warnsignal für uns alle“, erklärt Katrin Lögering, Fraktionssprecherin und Oberbürgermeisterkandidatin der Dortmunder GRÜNEN. „Das ist nicht nur eine Statistik, das sind Angriffe auf Menschen, die unsere Stadt vielfältig und lebendig machen.“
Auch Marek Paul Kirschniok, Sprecher der Dortmunder GRÜNEN, warnt: „Es reicht nicht, sich gegen Neonazis zu positionieren, wenn zugleich Alltagsrassismus und rechte Parolen in Familien, Sportvereinen oder Internetforen unwidersprochen bleiben. Wir müssen uns dem Problem in der Breite stellen, mit politischer Bildung, klaren Haltungskampagnen und nachhaltiger Prävention.“
Hannah Rosenbaum, Sprecherin des Kreisverbandes und Bezirksbürgermeisterin der Nordstadt, ergänzt: „Einen großen Teil Arbeit gegen Rechtsextremismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit leisten in Dortmund seit Jahren mutige Menschen in der Zivilgesellschaft – in Bündnissen, Initiativen, Vereinen und Bildungsprojekten. Sie stehen für Haltung, Aufklärung und Solidarität, oft ohne große Bühne, aber mit enormer Wirkung. Wir wollen diese Strukturen nicht nur würdigen, sondern auch konsequent stärken: politisch, institutionell und finanziell. Denn eine wehrhafte Demokratie braucht Menschen, die sie täglich mit Leben füllen. “
„Wir brauchen eine Stadtgesellschaft, die nicht wegschaut, sondern klar widerspricht, schützt und unterstützt“, so Katrin Lögering weiter. „Ob in der Schule, am Arbeitsplatz oder in der U-Bahn: Gegen Hass hilft nur Haltung.Das geht uns alle an.“